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Achtsamkeits-Impuls des Monats / Verbinde dich mit deiner Umwelt

Umweltschutz und Nachhaltigkeit sind große Themen in unserer Zeit. Hast du dich schon einmal mit diesem Thema in deinem eigenen Umfeld beschäftigt? Vielleicht beobachtest du, dass du verschwenderisch mit den Ressourcen Wasser, Müll und Lebensmitteln umgehst. Vielleicht wurdest du so erzogen, kein besonderes Augenmerk darauf zu legen oder ein negativer Glaubenssatz blockiert dich, bewusst mit diesen Themen umzugehen. Denkst du vielleicht, dass es wichtig ist, günstig einkaufen zu gehen statt auf Qualität zu achten? Lässt du das Wasser laufen, während du Zähne putzt, anstatt es erst aufzudrehen wenn du es benötigst? Oder du bereitest dir, deiner Familie und Freunden grundsätzlich zu viel essen vor, weil du Angst hast, dass es nicht reichen könnte. Dies alles sind wichtige Komponenten, bei denen du ab heute darauf achten kannst, sie schonend und aufmerksam zu nutzen, Dankbarkeit zu entwickeln und sie schätzen zu lernen.

Wir leben in einer Zeit, in der Geld und Macht eine große Rolle spielen. Die Menschen verstehen sehr spät oder gar nicht, wie wichtig es ist, im Einklang mit unserer Mutter Erde zu leben. Ist es nicht wunderbar, dass uns in der Natur alles zur Verfügung gestellt wird, was wir zum Leben benötigen? Dass wir uns selbst versorgen können, ohne auf die Produktion von industriell hergestellten Gütern angewiesen zu sein. Unser Körper benötigt im Grunde nicht viel, auch wenn du gerade dass Gefühl hast, dass es anders ist. Vielleicht schlummern in dir noch Themen, die dich auf emotionaler oder physischer Ebene belasten und dafür sorgen, dass du mehr Nahrung zu dir nimmst, als du tatsächlich benötigst. Oder dass du keinen Wert darauf legst, dass die Qualität deiner Lebensmittel hochwertig ist. Vielleicht ist die Nutzung deines Wasserhahns und der Toilettenspülung bereits so selbstverständlich für dich, dass du verschwenderisch damit umgehst. Wie steht es mit der Produktion von Müll und dessen Entsorgung? Ist dir aufgefallen, wieviel Abfall bei dir am Tag oder in der Woche anfällt und was für ein Gefühl du dabei hast?

Ich möchte dich ermuntern, dies zu ändern! Jeder von uns darf die Freiheit erleben, jeden Tag aufs Neue anders entscheiden zu können. Wir haben die Möglichkeit, Dinge in unserem eigenen Rahmen und Umfeld zu verändern und so eine Balance herzustellen, die zu uns passt. Uns nicht von unseren Gedankenmustern steuern zu lassen – sondern selbst zu steuern. Nutze diese Chance! Du bist nicht dein Leben lang Opfer deiner Glaubenssätze, du hast die Kraft Verantwortung zu übernehmen. Deine eigene Ressource zu stärken, aus deiner eigenen Mitte heraus Bewegung und Veränderung in dein Leben zu bringen und somit zu wachsen. Mach dein Ding! Heb dich hervor! Geh mit gutem Beispiel voran! Alles beginnt in dir selbst.

Du fragst dich, wie das gehen soll? Vielleicht spürst du momentan diese enorme Kraft wenig oder gar nicht. Doch sie ist da und du kannst sie ausbuddeln. Du kannst dich entscheiden, auf Abenteuerreise mit dir selbst zu gehen. Mach dich selbst zu deinem größten Experiment. Sei mutig, wild und wunderbar! Entdecke die kindliche Kraft in dir, Dinge zu hinterfragen und zu gestalten. Intuitiv zu sein. Bunt zu sein. Kreativ zu sein.

Für den ersten kleinen Schritt könntest du anfangen, dich wieder mehr mit der Natur zu verbinden.

Wohnst du in der Nähe eines Waldes oder eines Naturschutzgebiets? Vielleicht sogar in den Bergen? Nimm dir kleine Auszeiten, in denen du dich nach draußen bewegst. Zu kalt oder zu regnerisch sind keine Ausreden 🙂 Kurze oder lange Spaziergänge in der Natur können dir eine Menge Energie zurückgeben, die du im Alltag aufgebraucht hast. Sieh den Ausflug doch als Abenteuer, um Neues zu entdecken, auf die Waldtiere zu achten, dem Wind zu lauschen oder Blumen und Pflanzennamen zu erlernen. Vielleicht interessiert dich auch eine Wildkräuter-Wanderung, auf der du Zubehör für deine nächste Mahlzeit sammeln kannst.

Welches Wasser nimmst du zu dir? Das Thema Wasser ist sehr umfangreich. Immer wieder erreichen uns Nachrichten von Rückständen im Leitungswasser, sei es Medikamentenrückstände oder Drogen, Düngemittel, Ausscheidungen von Kleintieren die in den Leitungen leben oder Mikroplastik. All diese offensichtlich sehr unscheinbaren Verunreinigungen können dazu beitragen, dass dein Körper krank wird. Dein System wird durch das Trinken des Wassers belastet, was deine Gesundheit beeinträchtigen kann. Das Blut wird verunreinigt und die Gifte werden durch den gesamten Körper geleitet. Die gesundheitlichen Folgen sind vielfältig und können schwerwiegende Krankheiten hervorrufen. Finde heraus, welche Qualität dein Trinkwasser hat. Wie hoch ist der Mikrosiemenswert? Ist es hexagonal strukturiert und energetisiert? Wie hoch ist die Zellverfügbarkeit deines wichtigsten Lebenselixiers? 

Woher stammen deine Lebensmittel? Kaufst du viel und günstig oder achtest du bereits beim Einkauf darauf, wo du deine Nahrungsmittel beziehst, aus welcher Region sie stammen und wie hoch die Nährstoffdichte ist? Bist du oft müde, hast einen Klos im Magen oder dir fehlen Klarheit und Durchblick? Eventuell erhält dein Körper nicht die Nährstoffe, die er benötigt, was dazu führt dass dein Energiehaushalt im Ungleichgewicht ist. Du könntest damit beginnen, gesunde Gerichte zu kochen und darauf zu achten, was dein Körper wirklich benötigt. Frage doch mal den Gemüseverkäufer nach weiteren Informationen zu den Lebensmitteln oder achte darauf, regionale Produkte oder Bioprodukte zu erwerben. 

Wieviel Müll entsorgst du wöchentlich in die Mülltonnen? Gibst du dir Mühe, den Müll zu trennen und Verpackungen bereits beim Einkauf möglichst zu vermeiden? Eine Umstellung ist gar nicht schwer. Sie erfordert lediglich ein Bewusstwerden der aktuellen Situation auf der Erde und darüber hinaus das Wissen, dass du mit deinem Wegwerfverhalten bereits eine große Veränderung herbeiführen kannst. Kaufst du Plastiktüten zum Entsorgen des Mülls oder tun es eventuell auch ausrangierte Einkaufstüten, Papiertüten vom Bäcker oder recycelte Produkte? Plastikflaschen können leicht ersetzt werden: Duschgel durch Seife, Haarshampoo durch Shampooseife, Spüli durch eine alte Glasflasche mit Pumpsystem und einem unverpackten Spülmittel aus dem Naturprodukteladen ums Eck.

Probiere dich aus – gestalte deine eigene Version von einem ganzheitlich gesunden, bewussten und nachhaltigen Leben und trage so deinen scheinbar kleinen und dennoch unglaublich großen Teil dazu bei, den Kreislauf des Lebens als Geschenk anzunehmen und verantwortungsbewusst mitzugestalten!

Wie Meditation dir hilft, deinen Fokus zu finden

Suchst du neben deiner Achtsamkeitspraxis eine weitere Möglichkeit, Ruhepausen in deinen Alltag einzubauen? Eine Möglichkeit zu finden, deine kognitiven Fähigkeiten zu verbessern, dein Gedächtnis zu trainieren, dein kreatives Denken zu erweitern und Informationen besser zu verarbeiten? Vielleicht möchtest du auch neue Ideen für ein Thema in deinem Leben entwickeln, dir deiner Emotionen bewusster zu werden und somit Stress und Angst reduzieren oder gar dein Immunsystem stärken. Meditation wird seit Jahrtausenden genau dafür genutzt. Es gibt eine große Vielfalt an Übungen, die du einfach anwenden und für kurze Zeiten während des Tages durchführen kannst.

Meditation hat ihren Ursprung im Buddhismus und Hinduismus, den alten Religionen Indiens. Diese althergebrachte Technik wird bis in die heutige Zeit vermittelt. Teilweise noch in alter Tradition gelehrt, teilweise neu gestaltet und von der modernen Psychologiebewegung inspiriert weitergegeben. Es gibt viele verschiedene Stile und Techniken, die du ausprobieren kannst. Ich werde dir im Laufe des Beitrags einige davon vorstellen. Alle Meditationen sind eine Methode, um den Geist zu kontrollieren und ein erweitertes Bewusstsein zu gewinnen. Wenn du regelmäßig meditierst, wirst du feststellen dass sich deine Konzentration verbessert. Sie fördert deine emotionale Stabilität und hilft dir, klarer zu denken. Langfristig ist es sogar möglich, dass du deine Lebensweise transformierst und deine Haltung gegenüber der Welt veränderst.

Meditation ist ein Training für Körper und Geist. Während einer Meditation nimmst du dir Zeit, Ablenkungen zu widerstehen und deinen Geist zu fokussieren. Es geht ums erforschen und beobachten, wertfrei und ohne Ziel. Lasse den Gedanken los, dass bei der Meditation etwas passieren soll. Und lasse den Gedanken los, dass bei der Meditation nichts passieren soll. Denn damit blockierst du dich. Übe dich in Geduld und Neugier, auf das was passiert und öffne dich für Möglichkeiten. 

Nimm an, was ist. Akzeptiere die Erfahrung, die du mit Meditation machst. Versuche nicht, sie zu kontrollieren, zu verändern oder mental davor zu fliehen. Sei freundlich zu dir selbst und verurteile dich nicht, für die Dinge die nicht so sind, wie du sie dir vorstellst. Beobachte stattdessen, und bringe dich liebevoll wieder auf deinen Pfad zurück. Lasse all dein zielgerichtetes Denken los. Du kannst vorher nicht wissen, was passiert. Lass es einfach geschehen. Bewerte nicht. Lasse die Illusion los, dass es eine bestimmte Richtung zu geben hat. Lasse den Wunsch los, etwas zu erreichen oder irgendwohin zu gelangen.

Suche dir einen schönen, friedlichen Ort. Einen Ort den du magst und an dem du wenn möglich regelmäßig meditieren kannst. Einen Ort mit Tageslicht, an dem du Ruhe findest. Öffne wenn möglich das Fenster und achte darauf, dass der Platz eine angenehme Temperatur hat. Beseitige alle störenden Dinge. Schalte dein Handy auf lautlos und den TV und das Radio aus. 

Setze dir kleine Ziele. Beginne beispielsweise mit zwei mal fünf Minuten Meditation in der Woche. Wenn du das gut in deinen Alltag integrieren kannst und mehrere Wochen mit Leichtigkeit durchführen konntest, verändere den Rhythmus auf drei mal fünf Minuten in der Woche. Überfordere dich nicht. Mache dir eine Erinnerung, die dich an deine persönliche Ruhepause erinnert. Sei dankbar dir selbst gegenüber. Eine solche Praxis einzuführen erfordert Selbstdisziplin, auf die du sehr stolz sein kannst!

Finde eine Position, in der du stark und stabil bist. Du solltest dich entspannt genug fühlen, um diese länger zu halten und dabei wachsam zu sein. Probiere aus, ob eine Position im Sitzen, Liegen oder Stehen die angenehmste für dich ist. Wichtig ist, dass dein Rücken aufrecht ist, damit du deine Konzentration bewahren kannst. 

Nachfolgend stelle ich dir ein paar Meditationsübungen vor, die du ausprobieren kannst, um herauszufinden, welche zu dir passt.

Reise durch den Körper – eine klassische Meditationstechnik aus der buddhistischen Tradition

Finde eine bequeme Position und schließe deine Augen. Atme tief ein und aus, lasse alles los was vor diesem Moment passiert ist. Richte nun deine Aufmerksamkeit auf deine Zehen. Achte auf jede Empfindung: Schwere, Leichtigkeit, Kälte, Wärme. Nimm wahr ohne zu bewerten oder den Versuch, die Situation zu verändern. Konzentriere dich dann auf deine Fußsohlen und achte auch hier wieder auf jede Empfindung. Danach gehe mit deiner Aufmerksamkeit weiter, zu den Seiten und Oberseiten deiner Füße. Wandere so durch deinen gesamten Körper, Stück für Stück in deinem eigenen Tempo. Bis hinauf zum Scheitel. Werde dir danach der Gesamtheit deines Körpers als Ganzes bewusst, bevor du die Meditation beendest. Nimm dieses Bewusstsein für deinen Körper mit, wenn du langsam aus der Meditation rausgehst. Nutze die folgenden zwei Minuten um dankbar zu sein, bevor du dich wieder deiner nächsten Tätigkeit zuwendest.

Gedanken als Wolken – Gewinne Distanz zu deinen Gedanken

Finde eine bequeme Position und schließe deine Augen. Komme in den gegenwärtigen Moment und spüre deinen Körper, so wie er jetzt gerade ist. Konzentriere dich nun auf das Kommen und Gehen deines Atems. Du kannst dich auf den Luftstrom an deinen Nasenlöchern orientieren oder auf das Heben und Senken deiner Bauchdecke. Widme nun die Aufmerksamkeit deinen Gedanken. Lasse sie fließen. Vielleicht merkst du dann, dass es keine Gedanken gibt auf die du dich konzentrieren musst. Lasse zu, dass sich dein Gehirn gerade mit einem aktuellen Thema beschäftigt. Nimm es an und versuche nicht, es zu verändern. Beobachte einfach, dass da Gedanken sind. Dass sie kommen und wieder gehen. Dass er verschwindet, wenn du deine Aufmerksamkeit auf ihn richtest. So dass Platz für einen neuen Gedanken entsteht. Sei einfach der Beobachter dessen, was passiert. Du kannst dir deine Gedanken auch als Wolken vorstellen, die über den Himmel ziehen. Sieh zu, wie diese vielleicht ihre Form verändern, wenn sie kommen und gehen. Lenke nun deine Aufmerksamkeit kurz zurück auf deinen Atem und schließe dann die Meditation ab.

Kerzenflammenmeditation – Beruhige dein System

Dunkel den Raum ab und stelle eine Kerze vor dir auf den Tisch, etwa auf Augenhöhe. Zünde diese an und setze dich ca. 1 Meter von der Kerzenflamme entfernt in eine bequeme Position. Schaue nun ohne zu blinzeln in die Kerzenflamme und halte deinen Blick für längere Zeit auf einem Teil der Flamme. Sei liebevoll zu dir selbst, auch wenn es nicht gleich zu Beginn klappt. Sei geduldig und wertfrei, mit dem was passiert. Nimm die Meditation immer wieder auf, selbst wenn du zwischendurch mit deinem Blick abwanderst. Bleibe ruhig und bewege dich nicht, auch wenn dein Geist versucht dich abzulenken. Komm immer wieder zurück zu der Flamme. Nach und nach wirst du spüren, dass dies eine sehr beruhigende Erfahrung ist. Wenn deine Augen ermüden, schließe sie. Solltest du vor deinem inneren Auge noch immer eine Kerzenflamme sehen, so halte diesen Blick. Wenn es anfängt schwächer zu werden, öffne deine Augen langsam und blicke wieder auf die Kerze. Schenke aufkommenden Gedanken keine Aufmerksamkeit und führe die Meditation für ca. 10 Minuten durch. Verabschiede dich dann langsam von dem Licht und kehre mit deiner Aufmerksamkeit in den Raum zurück. Gib dir Zeit, das Bild zu verabschieden und gewöhne dich langsam wieder an deine Umgebung.

Achtsamkeits-Impuls des Monats / Umgang mit Kindern

Dein Halbtagsjob hat dich heute mal wieder richtig viele Nerven gekostet. Dein Chef war ununterbrochen am Nörgeln, deine Kollegin stand heute morgen im Stau und deshalb hatte sie beschlossen dass ihr Tag gelaufen war. Dein Mann ist momentan auf Dienstreise und du selbst fühlst dich heute auch nicht wirklich voller Energie. Du bist mit ein paar Minuten Verspätung in deinen Feierabend gestartet, weil du dringend noch eine Sache erledigen wolltest. Danach hast du dich durch den Supermarkt gequetscht um noch schnell den Einkauf zu erledigen. Gerade bist du zur Tür herein gekommen, klatschnass.  Ein riesen Regenschauer brach über dich herein als du aus dem Auto gestiegen bist. Du hast die Sachen abgestellt und schon klingelt es an der Tür. Dein ebenfalls triefend nasses Kind steht im Hausflur, die Schuhe voller Schlamm. Der Rucksack ist offen, die Jacke hängt heraus. Die Schulsachen sind nass geworden. Du fragst dein Kind nach den Hausaufgaben, die es heute aufbekommen hat. Dein Kind ist am husten und ziemlich genervt. Es antwortet motzig und trotzig, dass es keinen Bock auf Hausaufgaben hat. In dem Moment klingelt das Telefon…

Was würdest du nun gerne tun?

 

Ich beobachte immer wieder Mütter mit Kindern in meinem Umfeld. Manchmal frage ich mich, woher die Mütter die Energie für ihre Kinder nehmen wollen, wenn sie sich selbst nicht darum kümmern, wieder eigene Energie zu tanken. Ich höre dann oft den Satz „in der Theorie ist es halt anders, als in der Praxis“. Nun, grundsätzlich verstehe ich das. Dennoch denke ich, dass es Möglichkeiten gibt, um Achtsamkeitspraxis an den Tag zu legen und somit nicht nur das eigene Befinden zu verbessern, sondern auch die Energie der Familie zu verändern. Viele Mütter haben sicherlich das Gefühl, funktionieren zu müssen. Doch das ist auf Dauer für die eigene Gesundheit und die Gesundheit der Familie nicht förderlich.

 

Kinder schauen uns zu. Sie lernen von uns eher das was wir tun, als das was wir sagen. Wie kann ich also erwarten, dass mein Kind ein ruhiges, entspanntes und lockeres Kind wird wenn ich selbst total gestresst, angespannt und unruhig bin? Beginne doch einmal, dein Kind zu beobachten. Was passiert, wenn dein Kind eine Blume oder einen Baum ganz lange und intensiv wahrnimmt? Wenn ihr zum Kindergarten lauft und der Weg sich verzögert, weil dein Kind ständig stehen bleibt um die Dinge herum zu beobachten. Wenn dein Kind Dinge bewusst hinterfragt, gefühlt das hunderste Mal, nur um zu verstehen? Lerne, diese Einladungen zur Achtsamkeit zu beobachten und anzunehmen. Dies ist ein sehr wertvoller Schatz, den dein Kind dir macht. Vielleicht denkst du „muss das gerade JETZT sein?“ Für dein Kind ist es sehr wichtig, dass es für sich selbst und gemeinsam mit dir achtsam leben kann und immer wieder Pausen der Ruhe in den Alltag integriert. Vielleicht geht es nicht immer zu dem Zeitpunkt, zu dem dein Kind dies erleben möchte. Dann kannst du ihm den Grund erklären, warum es euch derzeit nicht möglich ist, eine Pause zu machen. Und du kannst ihm sagen, dass ihr dies später nachholt.

 

Durch kleine Achtsamkeitsübungen wird dein Kind langfristig in der Lage sein, sich besser zu konzentrieren. Es wird zunehmend ruhiger und erlebt weniger Stress und Unruhe. Außerdem hilft es ihm, ein wachsendes Selbstbewusstsein zu erleben.

 

Nachfolgend möchte ich dir ein paar Übungen aufzeigen, die in den Alltag mit deinem Kind integrieren kannst. Nehmt euch nicht zu viel vor. Ihr könnt euch zum Beispiel ein Übung aussuchen und damit beginnen, diese Übung einmal die Woche einzuführen. Kleine Schritte bringen schon eine ganze Menge Veränderung und sicherlich auch sichtbare Erfolge mit sich.

 

Dankbarkeitsritual

Setzt euch am Abend gemeinsam hin und erzählt euch als Familie mindestens drei der schönsten Dinge, die ihr am Tag erlebt habt. Nehmt euch Zeit zu reflektieren, welche kleinen aber feinen Sachen passiert sind, die den Tag zu etwas ganz Besonderem gemacht haben.

 

Fantasiereise

Du bist ein guter Geschichtenerzähler? Sehr gut! Du kannst dir auch Unterstützung in Form eines spannendes Buches holen. Vor dem Schlafengehen darf dein Kind sich eine Geschichte aussuchen. Gemeinsam könnt ihr die Geschichte lesen oder reimen. Vielleicht möchte dein Kind auch einfach nur still da liegen und deiner Stimme lauschen.

 

Mantra aufsagen

Ein Mantra ist ein sich wiederholender Satz oder ein Spruch, der dazu dient, Körper, Geist und Seele zu reinigen und zur Ruhe kommen zu lassen. Sprich gemeinsam mit deinem Kind „Ruhe-beginnt-mit-mir“. Wiederhole diesen Satz ein paar Mal und beobachte, was passiert.

 

Inseln der Stille

Schaffe kleine Inseln der Stille zu festen Tageszeiten. Beispielsweise wenn dein Kind aus der Schule kommt, oder abends vor dem Schlafen gehen. Lasse dein Kind sich auf seinen Atem konzentrieren. Es kann eine Hand auf den Bauch legen, die andere Hand auf die Brust. So kann es die Atembewegung spüren. Stelle nun eine der folgenden Fragen, welche dein Kind laut oder ganz für sich allein beantworten kann:
„Wie fühlt sich mein Körper gerade an?“
„Welche Gedanken gehen mir gerade durch den Kopf?“
„Welche Gefühle habe ich gerade?“
„Was war besonders schön heute?“

 

Wenn du möchtest, führe doch als Mutter oder Vater ein kleines Notizbuch und halte von Mal zu Mal fest, was sich verändert. Sicherlich werdet ihr wundervolle Erkenntnisse und Erfahrungen machen, die euch im Alltag helfen, Pausen einzulegen und achtsamer miteinander umzugehen.

 

 

Warum Loslassen und Durchatmen wichtig für deinen Erfolg sind

Wie hast du dich entschieden, dein Leben zu gestalten? Nimmst du es einfach so hin, folgst den unendlich vielen Gedanken in deinem Kopf, lässt dich von deinem Geist irreführen, schlenderst durch den Tag, gehst genervt arbeiten, dann wieder nach Hause deine Pflichten erledigen, schlafen und am nächsten Tag das gleiche Spiel? Oder hast du bereits Verantwortung übernommen, hinderliche Glaubenssätze herausgefunden, deine Blockaden und Traumata aufgearbeitet, ein Gefühl dafür entwickelt was dein Lebensinhalt sein soll, dir Ziele gesetzt, bist ins Tun gekommen und hast angefangen groß zu träumen? Bist du begeistert, von dem was du tust? Ist dein Herz und dein Gefühl stets voll dabei?

Ich beobachte oftmals die Menschen um mich herum. Viele davon sind leere Hüllen, die wie Roboter automatisch eine To Do Liste abarbeiten und glauben, von materiellen Dingen wie Markenkleidung, hochwertigen Autos, modernen Immobilien und teuren Reisen werden sie glücklich. Teilweise haben sie Krankheiten, einige sogar schwere. Dann gehen sie zum Arzt und lassen sich ein paar Pillchen verschreiben. Die sind ja so schön bunt und helfen. Oder sie kompensieren die innere Leere mit Essen. Essen hilft auch. Und macht so schön satt. Dazu noch ein bis fünf Bierchen oder zwei Flaschen Wein. Das lässt vergessen, zumindest für einen kurzen Moment.  

Was bedeutet Glück und Zufriedenheit für dich? Ist es etwas, das du erreichen kannst, indem du ganz viel dafür tust? Denkst du, du musst ehrgeizig sein und kämpfen, um dein Ziel zu erreichen? Angelehnt an unser Bildungskonzept, in dem Bewertung und Leistung ganz oben stehen. Welche Rolle spielt Druck, das vergleichen mit anderen und der Anspruch an dich selbst?

Sicherlich wird es dir helfen, dich mit diesen Fragen auseinander zu setzen. Du könntest dir ein „Date mit mir selbst“ in den Kalender eintragen, dich an einem schönen ruhigen Platz setzen und einfach mal aufschreiben, was so kommt.

Natürlich ist es wichtig, persönliche Pläne und Ziele im Leben zu haben. Auch ein Zukunftsvorsorge schließt das Loslassen nicht aus. Loslassen bedeutet nur, dass du diese Dinge nicht dein Leben beherrschen lässt. Denn es ist doch oft so: wir möchten etwas erreichen, etwas verändern. Vielleicht sind wir unzufrieden in unserem Job oder in der Beziehung zu unserem Partner. Dann möchten wir die neue Situation am liebsten sofort und ganz schnell. Damit wir uns nicht mehr unwohl fühlen. Doch die Frage hier ist: woher kommt deine Unzufriedenheit? Welche Gegebenheit sorgt dafür, dass du dich unwohl fühlst? Wo spürst du dieses Gefühl? Gehe einmal auf Erkundungstour und spüre in dich hinein. 

Es ist nichts falsch daran, sich Ziele zu setzen oder Dinge erreichen zu wollen. Schwierig wird es nur, wenn wir daraus einen Ersatz machen für das Fühlen des Lebens, des Seins. Denn zu dem finden wir nur über das Jetzt Zugang.

Eckhart Tolle

Stell dir folgende Situation vor: du planst eine Wanderung. Auf der Karte sieht es so aus, als wäre der Weg ganz klar und einfach. Du freust dich auf neue Abenteuer, bereitest dich vor und gehst los. Während deiner Tour bemerkst du, dass unvorhergesehene Steigungen, gesperrte Wege oder widrige Witterungsbedingungen auftauchen. Was nun? Du bist nicht darauf vorbereitet. Hattest du dir vorgenommen, den Zielort in einem bestimmten Zeitraum zu erreichen und kannst diesen nun nicht einhalten? Hast du absichtlich wenig oder keine Pausen eingeplant, um schnell am Ziel zu sein? Vielleicht verpasst du auch die schöne Landschaft oder hetzt an Menschen vorbei die dir entgegen kommen. Oder du ärgerst dich sogar über die vielen Hindernisse um Umwege, die auf deiner Karte nicht verzeichnet sind. Möglicherweise verletzt du dich auf dem Weg, und kommst so niemals an dein Ziel. Was passiert beim bewusst werden der Situation in deinem Körper

Ein guter Reisender hat keine festen Pläne und ist nicht erpicht darauf, anzukommen.

Wie wäre es also, wenn du dir statt Zielen eine Orientierung setzt. So bleibst du flexibel, bist offen für neues und kannst die Optionen erkennen, die dir auf dem Weg begegnen. Du wirst den Weg genießen und hast jederzeit die Möglichkeit, ihn zu ändern wenn er nicht mehr zu deiner aktuellen Situation passt. Vielleicht entdeckst du auch Möglichkeiten, mit denen du vorher niemals gerechnet hättest. Wenn du weniger Aufmerksamkeit auf dein Ziel richtest, sondern vielmehr auf den Weg bzw. das eigentliche Tun, dann bist du offener für Hindernisse, kleine Herausforderungen die dich wachsen lassen. Du hast mehr Energie, dranzubleiben und lernst, wieder mehr auf deine Intuition zu vertrauen. Vertraue dem Prozess, finde zu deinem Ursprung zurück.

Mache den Weg zum Ziel! Sieh das Ankommen als eine Bonus-Option, die du genießen kannst, wenn du sie erreichst. Und wenn nicht, dann wird sie dir nicht fehlen. Denn es war keine Voraussetzung, nur eine weitere Möglichkeit. Hört sich das nach Freiheit an? Ich denke schon!

Dieses schöne Beispiel einer Reise kannst du wunderbar auf dein Leben anwenden. Beginne, dich zu orientieren. Im Moment zu leben, Pläne und Ziele loszulassen und einfach mal zu schauen, was das Leben dir schenkt. Hab Vertrauen, sei offen und genieße. Gönn dir Pausen, denn woher sollst du Energie nehmen, wenn du sie nicht hast. Atme durch. Es werden sich wundervolle Möglichkeiten auftun, die vielleicht noch besser werden als du es dir vorgestellt hast.

Das Leben verläuft selten wie geplant. Es gibt keine To Do Liste, die du abhaken kannst. Und wenn du sie dir selber baust, dann besteht die Möglichkeit dass es dich nicht glücklich macht und aus der Bahn wirft.

Folgende Fragen werden dir helfen, eine Orientierung für dein Leben zu finden:

Was war bis jetzt die glücklichste Zeit in deinem Leben und warum?Was sind deine Stärken und deine Werte? Was ist deine persönliche Aufgabe im Leben – warum bist du hier?Was tust du, um dich zu sabotieren? Um stets zu vermeiden, dass du losgehst und deinem Herzen folgst?

Ich wünsche dir viel Spaß beim Gestalten deines Lebensplans. 

Wenn du es in deinem Kopf sehen kannst, kannst du es in deiner Hand halten – löse deine Begrenzungen.

Achtsamkeits-Impuls des Monats / Beziehungen

Bestimmt kennst du das Gefühl, dass du gerade eine Person kennengelernt hast die du sehr magst. Oder du bist bereits in deinen Partner oder deine Partnerin verliebt. Vielleicht befindest du dich aber auch in ein einer langjährigen Beziehung mit einem Menschen, der dir sehr Nahe steht. Alle diese Situationen haben eine gemeinsame Komponente: sich gegenseitig Aufmerksamkeit schenken. Sicherlich ist es bei einer schon über Jahre oder Jahrzehnte bestehenden Beziehung ein anderes Gefühl als wenn du dich gerade frisch verliebt hast. Der Alltag hat sich eingeschlichen, jeder geht seinem Beruf und seinen Hobbies nach. Vielleicht sind Kinder geboren worden denen du ebenfalls Aufmerksamkeit und Liebe schenkst. Es gibt mal Unstimmigkeiten, Diskussionen oder Streit. Die Tage, Wochen, Monate und sogar Jahre ziehen so vorbei und irgendwann schleicht sich das Gefühl ein, dass ihr nebeneinander her lebt. Selbst wenn ihr grundsätzlich ähnliche oder gleiche Wertvorstellungen teilt, gibt es immer wieder Phasen, die sich mal leichter und mal schwerer anfühlen. 

Ich möchte dir heute Impulse geben, wie du deine Beziehungen pflegen kannst. Wie du aufmerksam beobachten kannst, welche Energie deine Beziehung zur Zeit hat und was du tun kannst, um diese in Balance zu halten.

Keine Beziehung ist perfekt. Muss sie auch nicht. Orientiere dich einmal an der Natur. Kaum fängt es an zu regnen, düster und neblig zu werden oder zu schneien, finden wir das ungemütlich. Wir nörgeln herum, machen das Wetter für unsere Stimmung verantwortlich oder dafür, dass wir heute morgen zu spät zur Arbeit gekommen sind. Wir möchten uns zurückziehen, an einen sicheren, warmen und trockenen Ort. Doch die vier Jahreszeiten in der Natur gehören genauso zusammen wie verschiedene Phasen in der Verbindung zu unseren Mitmenschen oder Partnern. 

No rain, no flowers.

Was kannst du also tun, wenn du das Gefühl hast, deine Beziehung gerät aus dem Gleichgewicht? Nun, zuallererst solltest du herausfinden, was du möchtest. Klarheit über deine eigenen Bedürfnisse sind die Basis für eine zwischenmenschliche Beziehung und hilft dir auch bei der Kommunikation innerhalb einer Partnerschaft. Wenn dein Geist klar ist und du deine Wünsche in ehrliche und offene Worte fassen kannst, ist dies eine gute Grundlage für Verbindungen und auch um mit Konflikten fair und achtsam umzugehen.

Hast du dir schon einmal überlegt, was deine eigenen Bedürfnisse sind? Welche Werte dir wichtig sind und welche Vorstellung du davon hast wo du leben möchtest? Wie sieht deine Familienplanung aus und wie deine beruflichen Wünsche? Wie möchtest du dein Leben gestalten?

Wir investieren in unserem Alltag in der Regel sehr viel Zeit in alle möglichen Dinge. Wir priorisieren und planen, verschieben und organisieren. Und am Ende des Tages haben wir dann das Gefühl, dass wir immer noch zu wenig Zeit haben um uns um alles zu kümmern. Oder wir kümmern uns um alles Mögliche um uns herum – jedoch nicht um uns selbst und unsere zwischenmenschlichen Beziehungen. Jeder Mensch hat 24 Stunden am Tag Zeit. Planst du in diesen Stunden auch Zeit für dich selbst ein?

Vielleicht hast du dich schon einmal hingesetzt und dir deine persönlichen Antworten zu den oben gestellten Fragen aufgeschrieben. Vielleicht ist dir dabei auch aufgefallen, dass Vieles davon schon längst in dir vorhanden ist. Fällt es dir schwer, deine Bedürfnisse zu kommunizieren? Die passenden Worte zu finden, um dich klar und deutlich auszudrücken? Oder halten deine eigenen Gedanken dich sogar davon ab, deinem Gesprächspartner aufmerksam zuzuhören?

Wenn du die Liebe in dir selbst entdeckst, wirst du sie überall sehen.

Beginne doch einmal damit, deinem Gegenüber aufmerksam zuzuhören. Lege das Smartphone zur Seite, schalte den Fernseher und das Radio aus. Begib dich auf Augenhöhe, schau die Person an. Du könntest dir auch angewöhnen, Teile des Erzählten in deinen Worten zu wiederholen. So findest du heraus, ob du alles richtig verstanden hast oder es entsteht ein ehrliches Gespräch daraus. Bewahrt die Ruhe und gewährt euch gegenseitigen Respekt sowie ausreichend Pausen. Es kann auch sehr erfüllend sein, gemeinsam die Stille zu genießen. Einzutauchen in die Energie des Beisammenseins oder die Umgebung, in der ihr euch befindet.

Gemeinsame Zeit und Erfahrungen schweißen zusammen. Plant doch mal wieder Zeit für euch ein! Vielleicht probiert ihr etwas Neues aus, fahrt an einen besonderen Ort oder erlebt etwas, das ihr vorher noch nie zusammen erlebt habt. Gibt es vielleicht eine Seite an deinem Partner, die du noch gar nicht kennst? Lass dich überraschen!

Akzeptanz und Respekt von innen führen zu unabhängigem und liebevollem Geben. Daraus entstehen liebevolle Beziehungen voller Zufriedenheit und Ruhe.

Was könntest du noch tun, um achtsam in deiner Beziehung zu sein?

Wie wäre es damit, den anderen zu fragen wie sein Tag war. Oder nach Feierabend ein Bad einzulassen. Vielleicht kannst du ein leckeres Abendessen für euch zwei zubereiten oder morgens das Frühstück oder die Lunchbox vorbereiten. Kleine Aufmerksamkeiten wie ein Zettel mit einer Liebesbotschaft, einem Dankeschön oder einer anderen Art von Wertschätzung können so viel bewirken. Stell dir nur vor, du überraschst deinen Partner mit einem solchen Geschenk, zauberst ihm dadurch ein Lächeln ins Gesicht und gleichzeitig stärkst du damit eure Verbindung. Diese kleinen Momente sind wie ein Band, das euch verbindet. Wenn du dieses Band immer und immer wieder stärkst, so wird es euch in unruhigen Zeiten leichter fallen, miteinander zu kommunizieren, einander zu verstehen und Mitgefühl zu entwickeln. Denn ihr habt Vorarbeit geleistet, habt den gemeinsamen Alltag zu etwas besonderem gemacht. Ihr zeigt Wertschätzung füreinander, respektiert euch und seid daran interessiert, etwas für die Beziehung zu tun. 

Achtsamkeit im Alltag hilft also nicht nur dir, deine Vorstellungen vom Leben klarer zu gestalten sondern auch, die Verbindung zu den Herzensmenschen um dich herum zu stabilisieren. Das Leben folgt einem natürlichen Rhythmus. Tauche in diesen Rhythmus ein und lass dich tragen. Nimm an, was kommt und lass gehen, was nicht zu dir gehört. Es ist bereits für alles gesorgt. Schau hin und beginne zu sehen, zu fühlen. Verbinde dich mit dir selbst und mit anderen und genieße so die Leichtigkeit in deinem Leben.

Enjoy the little things in life. Because one day you will look back and realize, they were the big things.

Atme ein. Atme aus. Erinnere Dich, wer du bist.

Du trägst ein sehr wertvolles Hilfsmittel für deine Achtsamkeitspraxis bereits in dir. Möchtest Du wissen was das ist? Es ist dein Atem. Er begleitet dich täglich, indem er einfach durch dich hindurch fließt und dich somit am Leben erhält. Er wird auch als „Sitz des Lebens“ oder „Prana“ = Lebensenergie bezeichnet. Ein Mensch atmet 12 bis 15 Mal in der Minute, indem sich der Brustkorb hebt und senkt und die Lungen mit dem Atem gefüllt und wieder geleert werden. Das sind durchschnittlich acht Liter Luft, die pro Minute durch deinen Körper fließen.

Kinder atmen ganz natürlich in den Bauch. Wenn wir erwachsen werden und im schnelllebigen und oft hektischen Alltag gefangen sind, beginnen wir zur Brustatmung zu neigen. Oft wird dazu auch der Bauch eingezogen, möglicherweise in dem meist unbewussten Wunsch, nicht an den „dicken Bauch“ erinnert zu werden.

In Situationen in denen wir gestresst oder beunruhigt sind, atmen wir stockend, flach und unregelmäßig. Dies ist charakteristisch für Stresszustände und ein Zeichen davon, dass wir stärkere körperliche und psychische Belastung haben. Das Blut erhält dadurch nicht genügend Sauerstoffsättigung.

Die Atmungsorgane sind dafür verantwortlich, unseren Körper mit Sauerstoff zu versorgen und das beim Stoffwechsel entstandene Kohlendioxid wieder auszuscheiden.

Einatmen durch die Nase verhindert, dass Staub- und Schmutzteilchen, Keime und Krankheitserreger in den Körper eindringen. Sie hat die Aufgabe, die eingeatmete Luft durch Härchen und Schleimhäute zu filtern und anzufeuchten. Weiterhin bringt die Nasenatmung den Atemluftstrom immer auf Körpertemperatur, bevor der die Lunge erreicht.  Das Stickstoffmonoxid wird automatisch in die Lungen transportiert, der Körper regeneriert besser und unser Schlaf ist qualitativ hochwertiger.

Die Nasenatmung aktiviert das parasympathische Nervensystem. Dieser Teil des vegetativen Nervensystems ist für die Entspannung und Regeneration verantwortlich und fördert Stressabbau.

Wusstest du, dass jeder Mensch einen ganz natürlichen Nasenzyklus hat? Im Laufe des Tages wechseln die Schwellungen deiner Nasenschleimhäute. Entweder sind die Schleimhäute der linken Nasenseite angeschwollen und vermehren den Lufteinzug auf der rechten Seite oder umgekehrt. Du atmest also entweder mehr durch die linke oder mehr durch die rechte Nasenseite. Wenn die Atmung gerade vermehrt durch die rechte Nasenseite stattfindet, ist deine rechte Gehirnhälfte aktiver und hilft dir beim rationalen Entscheiden und analytischen Denken. Wenn die Atmung dann vermehrt durch die linke Nasenseite stattfindet, ist deine linke Gehirnhälfte aktiver. Dies regt deine Kreativität an und fördert deine Intuition.

Eine natürliche Atmung erkannt man an einer entspannten Einatmung, einer passiven Ausatmung und einer Pause vor der nächstfolgenden Einatmung.

Der Atem ist das, was uns am tiefsten mit dem Leben verbindet: Wer atmet, der lebt.

Im Yoga spielt die Atmung eine besondere Rolle. Die Yoga-Atmung wird Pranayama genannt. Prana heißt Lebensenergie, Yama heißt Steuerung. Du kannst also durch Pranayama im Yoga deine Lebensenergie steuern. Die Atemübungen sind vorbeugend gegen Erkältungen, sie lösen Energieblockaden und öffnen deine Chakren. Das sind die Energiezentren in deinem Körper. Mit bewusster Atmung kannst du deinen Gemütszustand beeinflussen. Sie wird dir helfen, deine Konzentrationsfähigkeit zu steigern und innere Stärke zu erlangen.

Die Atmung istein automatischer Vorgang, der keiner Steuerung durch unser Bewusstsein bedarf. Deshalb schenken wir unserem Atemrhythmus im Alltag kaum Beachtung.

Bei der folgenden, kurzen Achtsamkeitsübung wird die Wahrnehmung bewusst auf die Atmung gelenkt.

Durch die Zwerchfellatmung kann der Körper mehr Atemluft aufnehmen und es wird weniger Energie verbraucht. Der Blutdruck wird gesenkt und die Verdauung durch die Massage der Eingeweide gefördert.

Durch die Nase einatmen und spüren, wie die Luft in die Lunge strömt, sich das Zwerchfell regelmäßig hebt und senkt. Dabei bewusst in den Bauchraum atmen. Beim Ausatmen durch den Mund die Lunge vollständig entleeren, damit Platz geschaffen wird für frische Luft und neuen Sauerstoff.

Achtsam zu sein bedeutet, Bewertungen sein zu lassen und sich auf das zu konzentrieren, was gerade außerhalb der Gedanken ist. Eine einfache Übung dazu ist, sich auf den Atem zu konzentrieren und dadurch Distanz zu den Gedanken zu schaffen.

Atme ein. Atme aus. Erinnere dich, wer du bist.

Heute möchte ich dir zwei Atemübungen mit auf den Weg geben, die du leicht in deinen Alltag einbauen kannst. Du kannst sie zwischendurch ausüben, in deine Morgen- oder Abendroutine einplanen oder sie bei deiner Meditationseinheit üben.

 

Wechselatmung

Diese Atemübung kannst du bei Nervosität, Schlaflosigkeit und emotionalen Spannungen durchführen. Sie sorgt dafür, dass die Energie ungehindert durch deinen Körper fließen kann, und dein Geist klar und friedlich wird.

Finde einen für dich bequemen Sitz, bei dem dein Atem frei fließen kann. Dein Zeige- und Mittelfinger deiner rechten Hand klappst du ein, den Daumen, Ring- und kleinen Finger streckst du aus. Nun bringst du die rechte Hand zu deiner Nase und legst den Daumen auf deinem rechten Nasenflügel ab. Atme tief ein und aus, und schließe dann das rechte Nasenloch mit deinem Daumen. Atme nun links 2 Sekunden ein und schließe dann mit deinem Ringfinger das linke Nasenloch. Halte nun die Luft für 8 Sekunden an. Öffne das rechte Nasenloch, atme 4 Sekunden lang aus. Rechts 2 Sekunden einatmen, 8 Sekunden halten, links 4 Sekunden ausatmen. Dies kannst du mehrere Runden lang üben, um in einen meditativen Zustand zu gelangen.

 

Yogische Vollatmung

Diese Atmung ermöglicht es dir, deine volle Atemkapazität auszuschöpfen. Hierbei werden Flanken- und Lungenspitzatmung miteinander verbunden. Bitte führe diese Atemübung bewusst aus, denn es wird dafür eine große Flexibilität deiner Rippen und Rippenzwischenmuskeln benötigt.

Komme in einen aufrechten und bequemen Sitz. Lege eine Hand auf deine Bauchdecke und verbinde dich somit mit deiner ruhigen, tiefen Bauchatmung. Entspanne deinen Atem, so dass er ganz sanft und fließend wird. Lege deine zweite Hand auf dein Dekolleté, unterhalb deines Schlüsselbeins. Spüre die Verbindung zu deinem Brustkorb, wie er sich mit jedem Atemzug hebt und wieder senkt. Lasse deinen Atem noch tiefer entspannen und beginne dann, deinen Einatem ganz bewusst erst nach unten in Richtung Bauch, dann in die Flanken und schließlich nach oben unter die Schlüsselbeine fließen zu lassen. Bei der nächsten Ausatmung lässt du die Luft aus allen drei Bereichen gleichzeitig ausströmen, bis du das Gefühl hast, dass du ganz leer bist. Bleib ruhig und gelassen, und lasse den Atem aufmerksam fließen. Solltest du nicht mehr entspannt atmen können, beende die Übung und fahre ein anderes Mal damit fort.

 

Durch achtsame Atemübungen fokussierst du dich auf dich selbst. Du verbindest dich mit deinem Ursprung. Mit dem wer du bist, mit deiner Essenz, deinem Sein. Erinnere dich, was du in dir trägst und dass du alles was du brauchst, bereits da ist. Was war, bevor Gedanken- und Verhaltensmuster dich geprägt haben? Hole dir diese Erinnerungen zurück. Beginne, zu spüren und zu vertiefen. Beginne, dies zu genießen. Dich zu geniessen!

 

Breathe in. Breathe out.

 

 

Achtsamkeits-Impuls des Monats / Abendrituale

Was denkst du – was passiert, wenn du alle Reize, Eindrücke, Sorgen und anstrengenden Momente des Tages abends mit ins Bett nimmst? Richtig. Sehr wahrscheinlich hast du dann eine unruhige Nacht. Deine Gedanken hören nicht auf in Bewegung zu sein, schlängeln sich unaufhaltsam durch deinen Kopf. Du liegst im Bett herum, schaust immer wieder auf die Uhr und kannst nicht einschlafen. Wenn du es dann geschafft hast die Augen zu schließen und einzuschlafen, reagiert dein Körper mit wälzen, schwitzen, rastlos sein. Vielleicht nimmst du deiner nächtlichen Begleitung den Platz weg, legst dich auf deine Katze die dich daraufhin ärgerlich anknurrt oder du wachst morgens mit den Füßen am Kopfteil deines Bettes auf 🙂 Und selbst wenn die Anzeichen für eine unruhige Nacht nicht ganz so heftig waren, so kann es durchaus sein, dass du morgens das Gefühl hast, du wärst die ganze Nacht wach gewesen. Dies wirkt sich dann wiederum auf deinen Aufwachmoment aus und zieht sich womöglich durch deinen gesamten Tag. Wie ich euch im letzten Blogbeitrag schon mitgeteilt habe, können wir neben Positivspiralen auch Negativspiralen erschaffen. Und das funktioniert manchmal schneller als uns bewusst ist.

Wie wäre es also wenn du ein kleines, persönliches Abendritual einführst? Zeit für dich alleine. Zum abschalten, runterkommen, ganz Du selbst sein. Eine Sache die dir hilft, die Erlebnisse des Tages beiseite zu schieben, dich zu sortieren, eine Verbindung zu deinem Körper aufzubauen. Ins Fühlen zu kommen. Raus aus dem automatischen Prozess des Tages, raus aus dem rationalen Denken. Rein in die Stille, die Ruhe in Dir. Rein in deine Mitte.  Dorthin wo du deine Energie bündelst, dorthin wo du die Möglichkeit hast, dich zu sammeln. An einen Platz, der gehegt und gepflegt werden möchte. Der angeschaut und beobachtet werden möchte. Ein Platz, an dem die Sonne scheinen darf. Und selbst wenn momentan ein paar graue Regenwolken oder Nebel die Sicht versperren, oder ein kalter Wind weht, so ist es doch möglich wieder Licht hineinzubringen. Ein Licht, eine Wärme, die dir Sicherheit gibt. Die dich auftanken lässt.

Selbst wenn es im Außen turbulent wird, so darfst du im Inneren ganz ruhig bleiben.

Vielleicht hast du jetzt schon ein Bild im Kopf, von diesem wunderbaren Ort. Und du fragst dich, wie du es schaffen kannst, dorthin zu gelangen und dauerhaft Kraft aus diesem Ort zu schöpfen.

Zunächst möchte ich dir noch ein paar Vorteile aufzeigen, die es langfristig mit sich bringen wird, wenn du dich um deinen ganz persönlichen Kraftort kümmerst.

Sicherlich weißt du, wie wichtig es ist einen Ausgleich zu unserem oft schnelllebigen Alltag zu schaffen. Möglichkeiten zu finden, Blutdruck, Puls und Gedanken runterzufahren. Dies wird dich langfristig zu mehr Gelassenheit im Umgang mit stressigen Situationen bringen. Du kannst lernen, den Moment und dich selbst besser wahrzunehmen. Du kannst lernen, dem Ruheort in dir mehr Aufmerksamkeit und Wahrnehmung zu schenken, indem du dich bewusst mit deinem Körper verbindest. Das wird dir helfen, lange körperlich und geistig fit zu bleiben. Gesunde Rituale bringen Ordnung, Ruhe und Klarheit in dein Leben, sie verbessern deine Lebensqualität.

Einige Dinge tun wir bereits jeden Tag, ohne groß darüber nachzudenken. Essen, Arbeiten und schlafen zum Beispiel. Ebenso können wir uns aneignen, gesunde Auszeiten zu nehmen, ohne irgendwann mehr groß darüber nachdenken zu müssen.

Reduziere die Zeit, in der du dich ablenken lässt.

Ein Ritual ist eine gesunde Gewohnheit für deine Seele. Es gibt deiner Seele eine Heimat. Gesunde Gewohnheiten für dein Denken, Fühlen, Wollen und Entscheiden. Rituale geben dir Sicherheit, weil sie dir nach einiger Zeit vertraut sind. Geh auf Entdeckungstour – sei gespannt auf ein Abenteuer. Entdecke und pflege neue Gewohnheiten und erfahre eine neue, bunte Welt! Alltagsrituale können auch bei psychosomatischen Krankheiten eine wichtige Rolle spielen. Denn sie steigern deine Achtsamkeit und führen dazu, dass du eine innere Ausgeglichenheit entwickelst.

Heute möchte ich dir fünf kleine Abendrituale vorstellen, die du in wenigen Minuten deiner wertvollen Zeit am Abend vor dem Schlafengehen einbauen kannst.

Nimm dir nicht zu viel vor. Für den Anfang genügt es, wenn du mit einer Kleinigkeit anfängst und diese regelmäßig machst. Dabei ist egal, ob es einmal am Tag oder einmal in der Woche ist. Wichtig ist, sie zu wiederholen und dich wohl dabei zu fühlen. Dies sind deine persönlichen Auszeiten, die Spaß machen sollen. Die du genießen darfst. Ohne Druck und ohne Gefühl der Verpflichtung. Mach dich frei und sei ehrlich zu dir selbst. 

Gedanken loslassen

Finde ein schönes Notizbuch, dass du zu deinem 5-Minuten-Tagebuch machst. Richte dir vor dem Schlafengehen nur diese fünf Minuten ein, um etwas in dein Büchlein zu schreiben. Das können die Erlebnisse des Tages sein, die du reflektierst. Das können Gefühle sein, die über den Tag verteilt bemerkt hast. Das können fünf Minuten voller Dankbarkeit sein oder aber ein paar Zeilen zu deinen Zielen und Träumen. Sei kreativ! Spüre einfach mal rein, was da so kommt, ohne groß darüber nachzudenken. Du wirst überrascht sein.

Eine warme Tasse Tee trinken

Bereite dir eine warme Tasse deines Lieblingstees zu. Vielleicht warst du im Urlaub in einem sonnigen Land und hast dir einen leckere Teesorte mitgebracht. Oder ein lieber Mensch hat dir einen Tee geschenkt. Oder aber du nutzt die Zeit des frühen Abends um bewusst in das Teegeschäft deines Vertrauens zu gehen und dir deinen Lieblingstee auszusuchen. Einen Tee für deine eigene kleine Auszeit. Du könntest darauf achten dass dieser Tee biologisch angebaut wurde, und ein paar Zutaten enthält die du noch nie vorher ausprobiert hast. Trau dich! Sei mutig und genieße das kleine Abenteuer.

4-7-8 Atemtechnik

Positioniere deine Zunge so, dass die Zungenspitze den Gaumen gleich über den Vorderzähnen berührt. Die Zunge bleibt nun während der gesamten Übung dort liegen. Schließe deinen Mund und atme langsam durch die Nase ein. Zähle dabei im Kopf bis vier. Halte deinen Atem an und zähle im Kopf bis sieben. Atme nun hörbar durch den Mund aus und zähle dabei bis acht. Wiederhole die Atemübung vier Mal.

Entspannte Musik hören

Hörst du gerne Musik? Vielleicht magst du heute Abend Mal ein paar neuen Stücken lauschen. Wie wäre es mit klassischer Musik, zum Beispiel Pianomusik? Oder     Meditationsmusik? Musik ohne Text eignet sich hervorragend um Abends vor dem Einschlafen beim Stressabbau zu unterstützen. Deine Gedanken werden nicht mit weiteren Wortschnipseln konfrontiert sondern können zur Ruhe kommen. Atmung, Puls und Hirnaktivitäten fahren herunter und du kannst durch die Musik besser entspannen.

Ein gemütlicher Spaziergang an einem lauen Sommerabend

Hast du dich heute schon achtsam bewegt? Hast du mal darauf geachtet, wie dein Fuß den Erdboden berührt, ob deine Hüfte und dein Oberkörper in Leichtigkeit mitschwingen? Ob dein Rücken gerade ist oder ob deine Schultern nach vorne hängen? Schlüpf in deine Schuhe oder nutze den lauen Sommerabend um eine kleine Barfußrunde auf der nächstgelegenen Wiese zu laufen. Wie fühlt sich das Gras unter deinen Füßen an? Zeigt sich die Sonne noch am Himmel und schenkt dir ein paar warme Sonnenstrahlen? Nimm diese ganze Energie auf, und sei dankbar für das was die Natur dir schenkt.

Geh einmal im Jahr an einen Ort, an dem du noch nie warst. Und sei er in dir selbst.

Finde deine eigene Wahrheit.

Das Gegenteil von dem was du weißt ist ebenfalls wahr

Stell dir folgende Situation vor: Du triffst unterwegs deinen Nachbarn, er wohnt gegenüber von deinem Haus. Er begrüßt dich schon von weitem. Er sieht sehr erholt aus und strahlt über das ganze Gesicht. Du fragst ihn warum er so gut drauf ist und er erzählt dir von einem Ort, unweit von eurem Wohnort. Er hat dort ein paar Tage seines Urlaubs verbracht, war viel spazieren und hat die Natur genossen. Du bist begeistert! Du möchtest auch gerne zu diesem Ort fahren um dort ein paar erholsame Tage zu verbringen. Du fragst ihn, wo genau dieser Ort ist. Er erklärt es dir ganz genau und betont immer wieder, es sei gar nicht weit von hier. Du freust dich über diese Information und malst dir schon im Geiste aus, dass du am Wochenende dorthin fahren wirst. Wenn es doch so nah an eurem Wohnort liegt ist es ja für einen Kurzurlaub perfekt geeignet. Als du zuhause ankommst, checkst du Google Maps um dir die Route anzuschauen. Der Routenplaner zeigt dir eine Fahrtstrecke von 2 Stunden an und du denkst „Das ist aber ganz schön weit weg!, mein Nachbar hatte Unrecht!“. Würde eine neutrale Person euch dazu befragen, wie lange die Strecke sei, würde dein Nachbar sagen, sie sei kurz. Und du würdest sagen, sie sei lang.

Nun, wer von euch beiden sagt die Wahrheit?

Unser Verstand ist nicht dafür ausgestattet, zwischen Wahrheit und Unwahrheit zu unterscheiden. Unserem Verstand geht es nur darum, Recht zu haben und zu überleben. In richtig oder falsch zu kategorisieren. Jemand der genau das Gegenteil glaubt, könnte also auch recht haben.

Mit diesem einfachen Beispiel möchte ich dir zeigen, dass jeder Mensch seine eigene Wahrheit hat. Es ist die Wahrheit, die er mit seinen eigenen Augen sieht. Wir neigen dazu, Klarheit über die Dinge bekommen zu wollen, und bilden daher eine Meinung, ein Urteil. Diese Meinung definiert unser Thema, was es uns wiederum leichter macht, es zu kommunizieren und einen Standpunkt zu vertreten. Durch die Meinung die wir bilden, fangen wir an zu bewerten. Unser Verstand fällt dieses Urteil, um sich selbst recht geben zu können. Durch unsere Bewertung bauen wir eine Erwartungshaltung auf. Und wenn diese Erwartungshaltung von unserem Gegenüber nicht erfüllt wird, sind wir oft verletzt. Ein Kreislauf.

Es gibt heutzutage jede Menge Theorien darüber, was Richtig und was Falsch ist. Wir definieren was Gut und Böse ist. Doch auch wenn wir davon überzeugt sind, dass das was wir denken und empfinden, die Wahrheit ist, so ist es doch nur unsere alleinige Wahrheit. Wir ändern unsere Meinungen und Überzeugungen je nach Umstand, Ort und Zeit. Das Leben verläuft mit Hochs und Tiefs – das zeigt uns, dass wir lebendig sind. Wir haben Emotionen und Werte die uns leiten. Unsere Stimmung und unsere Gefühle prägen unsere Wahrnehmung und unser Denken. Und so verändert sich auch unsere Wahrnehmung mit allen Eindrücken die wir aufnehmen und allen Erfahrungen die wir täglich machen.

Die Wahrheit liegt immer im Auge des Betrachters.

Schauen wir uns zunächst mal die Unwahrheit an. Unwahrheit ist eine Ansammlung von Gedankenschnipseln unseres Verstandes, die jederzeit veränderbar sind. Wenn wir uns wünschen, dass Dinge anders wären, dann ist das Unwahrheit. Wenn wir uns einen anderen Job wünschen, weil wir glauben dass wir dann glücklicher sind. Wenn wir uns eine andere Wohnung wünschen, weil wir glauben dass wir uns dann wohler fühlen würden. Wenn wir uns einen Partner wünschen, weil wir glauben dass wir nur zu zweit glücklich sein können. Das alles ist Unwahrheit. Die Wahrheit ist eine andere. Wichtig zu wissen ist, dass wir unsere Wahrheit selbst erkennen dürfen. Kein anderer wird es für uns tun. 

Es ist, wie es ist.

Menschen, die behaupten die eine Wahrheit erfahren zu wollen, meinen dies nur zu einem kleinen Teil wirklich so. Der übrige Anteil will nicht die Wahrheit erfahren, sondern möchte lediglich in eigenen Glaubensüberzeugungen bestätigt werden. Der Verstand mag nicht begreifen, dass es keine absolute Wahrheit gibt. Sobald eine Wahrheit von einem Wesen wahrgenommen wird, ist sie bereits verzerrt. Die eigene Perspektive hat Einfluss genommen und diese Wahrheit geformt. 

Du fragst dich, was das Ganze mit Achtsamkeit zu tun hat?

Wie wäre es, wenn du einmal versuchst eine Haltung anzunehmen, die frei von einem Anspruch an Wahrheit auskommt? Hierbei geht es nicht darum, deine Werturteile aus deinem Leben zu verbannen. Es geht darum, zu beobachten, sich ihrer bewusst zu machen und sie sein zu lassen. Höre aufmerksam zu, was dein Gegenüber dir mitteilt und beobachte achtsam, wie deine Gedanken dazu sind. Du bist nicht dein Verstand. Doch dein Verstand steht der Beobachtung zu Verfügung wenn du bereit bist, bewusst zu sein. Versuche anzunehmen, was da kommt. Versuche anzuerkennen, was da ist. Und versuche wertzuschätzen, was wertgeschätzt werden möchte. Das ist der Schlüssel zu Verständnis, Demut, Bescheidenheit, Geduld und Vergebung. 

Frage dich: was ist meine Wahrheit? Meine eigene, ganz persönliche Wahrheit? Ist das wirklich wahr, für mich?

Komme in dein Herz, beginne zu fühlen. Sei mutig und vertraue, bekenne dich zu deiner eigenen Wahrheit und richte dich nach ihr aus. Denn so beginnst du, persönliche Verantwortung zu übernehmen. Übe dich in selbstoffenbarender Wahrheit, die einladend, direkt und offen ist. Sie ist nicht gegen irgendwas, überredet nicht, verletzt nicht und strebt nicht nach Beliebtheit. Gib die Suche nach „der“ Wahrheit auf, befreie dich davon mit anderen Menschen einer Meinung zu sein. Entspanne dich, und mache dir klar, dass alle Wahrheiten nur relative Wahrheiten, nur Perspektiven sind. Nutze den Austausch mit anderen Menschen und ihren Perspektiven als ein Spiegel, um zum next Level deiner eigenen Wahrheit zu gelangen. Diese hilft dir zu einem vollständigen, authentischen Ausdruck deiner Selbst zu werden. Erlaube dir Entwicklung, Leichtigkeit, Fühlen.

Der Weg zur Wahrheit verläuft entlang radikaler Ehrlichkeit. Ehrlichkeit zu dir selbst.

Achtsamkeits-Impuls des Monats / Morgenrituale

Dreihundertfünfundsechzig Tage im Jahr darfst Du dich für dich entscheiden. 365 Tage im Jahr hast du die Möglichkeit zu wählen, wie dein Tag beginnt. Jeden Tag wenn du aufwachst, hast du die Option mit positiven Gedanken und Gefühlen die nachfolgenden 24 Stunden zu erleben, oder auch mit negativen. Die ersten Minuten unseres Tagesbeginns bilden die Grundlage für alles was an diesem Tag passiert. Stell dir vor du entscheidest dich, diese Zeit für dich zu nutzen. Du nimmst dir bewusst Zeit für dich, und findest etwas, was dir hilft, entspannt in den Tag zu gehen. 

An sich ist nichts weder Gut noch Böse. Die Gedanken machen es erst dazu.

Vielleicht denkst du jetzt: hätte ich keine Kinder, dann könnte ich dies tun. Oder: müsste ich nicht so früh aufstehen, dann könnte ich jenes tun. Oder aber: Ich bin ein Morgenmuffel und habe keine Lust gleich früh am Morgen ein Ritual einzuführen. Ich sage dir: das alles sind Ausreden! Du darfst heute beginnen, die Verantwortung für dein Leben zu übernehmen. Denn die Verantwortung, die Du dir selbst zusprichst, wird sich auch auf dein Umfeld auswirken. Du könntest beispielweise etwas finden, wo du deine Kinder einbinden kannst. Oder du nutzt die Zeit, nachdem deine Kinder aus dem Haus sind, für dich ganz alleine. Weiterhin könntest du ein paar Minuten früher aufstehen um deinen ganz persönlichen Start in den Tag vorzubereiten. Und ich bin mir sicher: auch ein Morgenmuffel findet eine Kleinigkeit, die er morgens ohne große Mühe tun kann, um positive Gedanken und Gefühle zu erzeugen. Es liegt an dir – entscheide selbst, ob du bereit bist, einen Teil deiner wertvollen Zeit für dein persönliches Wohlergehen zu nutzen. Wir alle haben 24 Stunden am Tag. Egal ob wir Angestellt, Selbstständig, Schüler, Mutter, Vater, Oma oder Opa sind. Es ist eine Frage des Wollens und des persönlichen Zeitmanagements. 

Weiterhin geht es hierbei darum, kleine Schritte zu tun. Schritte, die dem eigenen Tempo angepasst werden können. Dinge zu finden, die mit Leichtigkeit durchgeführt werden können. Vielleicht sind es kurze Zeiten jeden Morgen, oder eine längere Zeit einmal die Woche. Wie du dir das einteilst, bleibt ganz dir überlassen. Wichtig ist, dass du dran bleibst. Selbst wenn du einmal nicht dazu kommst, weil dir etwas dazwischen kommt. Bleib entspannt. Ärgere dich nicht darüber sondern nimm dein Ritual einfach wieder auf. Hakuna Matata. Denke einfach daran, was für eine wundervolle Auswirkung es haben wird, wenn du mehrere Tage hintereinander kleine Erfolgserlebnisse hast. Probiere dich aus und spüre einmal rein, was sich dadurch an deinem Tag oder in deiner Woche verändert.

Stell dir nur vor, du blickst in einem halben Jahr zurück und kannst dann voller Stolz sagen, dass du eine entspannte und zufriedene Zeit hattest. Wäre das nicht großartig?

Zufriedenheit beginnt mit der Entscheidung, du selbst zu sein.

Ich möchte dir nun ein paar Inspirationen für dein Morgenritual geben. Dabei habe ich versucht, möglichst viele Lebenssituationen zu berücksichtigen. Ich hoffe, du findest etwas, was für dich ganz persönlich passt und ich wünsche dir schon jetzt eine strahlend bunte Zeit mit dir selbst!

Wecke deinen Atem

Stelle dich in die Berghaltung: die Füße stehen hüftbreit auseinander, die Wirbelsäule ist gerade. Die Arme hängen mit den Innenflächen nach vorne locker an den Körperseiten herab. Der Blick ist nach vorne ausgerichtet, der Scheitel zeigt zur Decke. Hebe beim einatmen deine Arme langsam und achtsam nach oben, bis die Handflächen über dem Kopf zusammentreffen. Beim Ausatmen bringst du die Arme in die Ausgangsposition zurück. Vielleicht kannst du deinen Atemrhythmus etwas intensivieren und verlängern und sogar die Atempausen spüren. Wiederhole diese Übung 5-8 Mal.

Sorge gut für dich – mit einem leckeren und gesunden Frühstück

Überlege dir bereits am Vortag, was du zum Frühstück essen möchtest. Sorge dafür, dass du alle Zutaten im Haus hast. Wie wäre es mit einem Müsli oder einem Obstsalat? Achte darauf, dass es ruhig um dich herum ist, so dass du dich auf die Zubereitung deines gesunden Frühstücks konzentrieren kannst. Schaue dir die Farben der Zutaten an und genieße die Gerüche. Vielleicht hast du Lust auf ein ausgefallenes Gericht, zum Beispiel ein ayurvedisches Porridge. Nutze diese Zeit um dich frei von deinen Gedanken zu machen, indem du dich auf deine Nahrung fokussierst. Wenn du die Möglichkeit hast, deine Mahlzeit noch zuhause einzunehmen, suche dir ein ruhiges, schönes Plätzchen und genieße deinen leckeren Start in den Tag.

Lächle in deinen Körper hinein

Suche dir ein stilles Plätzchen und finde eine für dich bequeme Sitzhaltung. Dein Körper sollte aufrecht sitzen, dein Rücken gerade sein. Lege deine Hände ineinander, deine Daumen berühren sich. Lasse deinen Atem ganz natürlich fließen, ohne ihn bewusst steuern zu wollen. Komme in deinem eigenen Atemrhythmus an. Der Atem kommt und geht, und du bist einfach der Beobachter. Achte nun auf deine Gedanken, und wenn sie kommen, stelle dir vor du setzt diese auf eine Wolke und lässt sie vorüber ziehen. Sitze nun für ein paar Minuten einfach da, und genieße all deine Körperfunktionen. Schenke dir dann ein sanftes Lächeln. Spüre, wie deine Gesichtsmuskeln weicher werden, wie dein Lächeln nach und nach in dir drin wirkt. Spüre die entspannende Wirkung, die dieses Lächeln auf deinen Körper und deine Gefühle hat. Mit jedem Atemzug breitet sich dieses Gefühl weiter aus, in jede Zelle deines Körpers. Genieße dein „Sein“. Genieße dein Lächeln. Genieße einfach dich!

Social Media Detox

Finde eine Zeit, in der du dein Handy, deinen Computer, deinen TV und dein Radio bewusst ausgeschaltet lässt. Es ist immer eine gute Idee, unserer mentalen Inbox von Zeit zu Zeit eine Auszeit zu gönnen. Schalte alle diese Geräte aus und genieße diese ruhige Zeit, die dich einfach mal abschalten und ausspannen lässt. Die zulässt, dass deine Gedanken frei fließen können, ohne ständig Reize von außen zu bekommen. Werde zum Beobachter deiner Gedanken. Lerne kennen, was deine Gedanken über die Dinge im Außen sind. Denn so lernst du nicht nur wie dein Geist die Dinge im Außen wertet, sondern dies spiegelt dir auch, wie du über dich denkst. Sei gespannt, was er dir mitzuteilen hat und höre einmal genau hin.

Verändere deine Gedanken und dich – durch Affirmationen

Affirmationen sind positiv formulierte, kurze Sätze, die dir helfen deine Gedanken umzuprogrammieren. Diese Sätze werden immer und immer wiederholt, um unsere Festplatte im Kopf mit frischen und lebensbejahenden Sätzen zu füttern. Das Ziel dabei ist, unsere Gedanken und unsere Gefühle dauerhaft zu verändern. Unser Denken, Fühlen und Handeln hängen zusammen und wenn du deine Gedanken durch Affirmationen dauerhaft änderst, so wird sich nach einer Weile auch dein Verhalten und deine Gefühle verändern. Beispiele für einen positiven Start in den Tag sind: Ich starte entspannt in meinen Tag! Ich genieße die Zeit am Morgen! Ich freue mich darauf, einen ruhigen und angenehmen Tag zu verbringen. Ich vertraue dem Leben! Wiederhole diese oder andere Affirmationen mehrmals laut. Du kannst sie auch vor dem Spiegel üben, aufschreiben oder singen. Sei kreativ im Gestalten deiner persönlichen Affirmationen. Wichtig ist, dass du sie verinnerlichst, und sie somit zum automatischen Teil deines Denkens werden.

Wir denken ja sowieso – warum dann nicht gleich positiv?

Erwecke das Kind in dir – durch Rituale.

Vielleicht kennst du folgende Situation: du stehst morgens auf, putzt dir die Zähne, wäschst dein Gesicht. Dann gehst du in die Küche und bereitest dir dein Frühstück zu. Du trinkst einen Tee oder du isst bereits eine kleine Mahlzeit. Möglicherweise hast du morgens vor der Arbeit einen Moment Zeit, indem du die Nachrichten im Radio hörst oder eine Tageszeitung liest. Oder du hast am Vorabend schon deine Kleidung für den Tag rausgelegt. Du ziehst dich an, checkst nochmal ob du alles hast was du für den Tag brauchst und machst dich auf den Weg zur Arbeit.

Bereits im Kindesalter lernen wir, wie wichtig ein fester Tagesablauf ist. Wir bringen unseren Kindern bestimmte Dinge bei, die sie täglich wiederholen sollen. Denn Rituale haben zwei ganz wichtige Funktionen für uns. Sie geben uns Struktur und Halt. Durch das kontinuierliche Wiederholen von Dingen erleben wir Sicherheit in unserem Tun. Wir benötigen diese Stabilität, weil wir täglich an einem ganz bunten und vielfältigen Leben teilnehmen. Wir verarbeiten eine große Menge an Reizen, unsere Sinne werden ständig gefordert. Weiterhin werden durch Rituale Erinnerungen in uns geweckt. Erinnerungen an die Kindheit oder an andere angenehme Erlebnisse. 

Dieses Kind in dir ist immer noch lebendig. Auch wenn du bereits erwachsen bist.  Jeder von uns erlebt dieses Bedürfnis nach Sicherheit anders. Der eine benötigt es mehr, der andere weniger.

Ein Ritual am Morgen bereitet dich auf den Tag vor. Es bildet die Grundlage für alles was an diesem Tag passiert, es motiviert dich und es ist ein wesentlicher Bestandteil deiner Persönlichkeitsentwicklung. Wenn du also bereits am Morgen eine Möglichkeit findest, energiegeladen und produktiv zu beginnen, wirst du auch den Tag über spüren, dass du motiviert und voller Tatendrang bleibst. Stell dir vor du kommst abends nach Hause und fühlst dich großartig. Du bist zufrieden mit deinem Tagesablauf und freust dich bereits auf den nächsten Tag. Was glaubst du, was am nächsten Morgen passiert? Im besten Fall hast du Lust bekommen, auch diesen Tag positiv zu beginnen und ihn zu genießen! Wiederholt sich das Ganze auch an den folgenden Tagen, so kannst du ganz einfach mehrere Wochen oder sogar Monate ein erfülltes Leben führen. Dieser Ansatz wird als bewusste Wiederholung bezeichnet. Wichtig für uns zu wissen ist, dass dies auch in die andere Richtung funktioniert. Sicherlich kennst du die Situation, als du eines Tages „mit dem falschen Fuß“ aufgestanden bist. Du warst unausgeschlafen, vielleicht schlecht gelaunt und kamst dann noch zu spät auf die Arbeit. Was nun folgt ist eine Spiegelung deines Starts in den Tag. Du wirst dir einreden, dass dein Tag bereits gelaufen ist und wahrscheinlich einige weitere negative Erlebnisse während des Tages haben. Es entwickelt sich eine Abwärtsspirale.

A daily ritual is a way of saying „I’m voting for myself“

Du darfst dich also entscheiden – jeden Tag aufs Neue. 365 Tage im Jahr. Nutze deine Chance! Lasse nicht intuitiv dein automatisiertes Programm ablaufen, dass bereits seit dem Kindesalter in deinem Unterbewusstsein verankert ist.

Wusstest du, dass 95% unserer Handlungen, Gedanken, Motive und Worte in unserem Leben automatisierte Abläufe sind, die wir über unser Unterbewusstsein, unseren Autopiloten abspulen? Das bedeutet, dass wir unser Leben nur zu etwa 5% bewusst leben und steuern. Ich erzähle dir das ohne Wertung, denn dies hilft uns im Leben in vielen Situationen. Es ist hilfreich für uns, nicht immer bewusst zu sein. Das Unterbewusstsein ist nämlich schneller und hilft uns somit zum Beispiel unsere Körperfunktionen unbewusst zu steuern. Atmen, Kauen, Essen, das Gleichgewicht halten. Dies alles funktioniert einfach so, ohne dass wir im bewussten Zustand etwas dazu beitragen müssen. Allerdings ist es so, dass zu sehr großen Teilen auch unbewusst passiert, was wir wahrnehmen und wie wir es wahrnehmen. Wenn wir somit einige Handlungen am Tag bewusst tun, dann starten wir nicht im Standby sondern übernehmen gleich zu Beginn die Kontrolle.

Dein Autopilot bringt dich nie zufällig irgendwo hin.

Rituale am Abend lassen den Tag noch einmal Revue passieren, oder sie trennen die Zeit die du für berufliche Dinge aufwendest von der Zeit die du für private Dinge aufwendest. Sie separieren deine Rollen, die du über den Tag verteilst einnimmst. Sie helfen dir, das erlebte zu verarbeiten und entspannt in die Nachtruhe zu gehen. Du darfst die Dinge und Themen, die dich tagsüber begleitet haben, loslassen. Du darfst dich für die Zeit deines Schlafes davon verabschieden, sie beiseite legen um deinen Kopf frei zu bekommen und zufrieden und entspannt einzuschlafen. Dies wird dir helfen, dich am nächsten Morgen fit und ausgeschlafen zu fühlen. Denn die letzten Stunden vor dem Schlafengehen bestimmen über Stimmung und Körpergefühl des nächsten Tages. Arbeite mit deinem eigenen Biorhythmus und finde hier deine ganz persönlichen Auszeiten. Genügend ausgeglichener Schlaf ist die Basis für Gesundheit, Balance und Wohlbefinden. 

Morgen- und Abendrituale hängen zusammen wie Tag und Nacht.  Rituale helfen uns in Momenten, in denen wir uns unwohl fühlen oder Angst haben. 

Was könntest du also tun, wenn du dies spürst? Richtig! Führe ein Ritual ein, dass dir Sicherheit gibt. Finde etwas, dass dich in eine Zeit versetzt, die sich für dich angenehm anfühlt. Du könntest auch Rituale innerhalb deiner Familie einführen. Oder mit deinem Partner abends Zeit findest, um sich über die Erlebnisse des Tages auszutauschen.

Probiere aus, was dir gut tut. Gute Angewohnheiten brauchen ihre Zeit. Achte darauf, dass dein Ritual ohne Druck erfolgt. Sobald Druck ins Spiel kommt und du dich zu sehr darauf festlegst, eine bestimmte Sache ständig zu wiederholen, könnte es passieren, dass ein Zwang entsteht. Rituale haben immer eine Bedeutung, sie werden bewusst erlebt und ebenso zelebriert. Solltest du merken, dass du die Dinge unbewusst erledigst und der Ablauf bereits automatisiert geschieht, so verwandelt sich dein Ritual höchstwahrscheinlich gerade in eine Gewohnheit. Dann ist es an der Zeit, dir ein neues Ritual zu suchen. Etwas, was wieder bewusst genutzt werden kann. Lenke den Fokus auf Dinge, die sich positiv in deinem Bewusstsein speichern. Dinge, die du mit Leichtigkeit in deinen Tagesablauf integrieren kannst ohne das Gefühl zu bekommen, dass du dies oder jenes machen musst.

Habe ich deine Neugierde geweckt, ein kleines Ritual einzuführen, welches du bewusst zu Beginn deines Tages integrieren kannst? 

Im nächsten Blogbeitrag werde ich dir einige Beispiele für Morgenrituale nennen. Dinge, die du gleich nach dem Aufstehen tun kannst, um in einen entspannten und ganz wunderbaren Tag zu starten – sei gespannt!

Whats your morning ritual?

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