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Ätherische Öle – entdecke die Kraft der Pflanzen

Hast du schon einmal bemerkt, wie wunderbar intensiv frischer Rosmarin, Thymian, Lavendel oder Pfefferminze riechen wenn du sie in der Natur entdeckst?

Atme einmal tief durch und spüre, wie wohltuend die ätherischen Öle auf deine Seele wirken. Sie werden vor allem in Blättern, Blüten und Schalen von Pflanzen produziert und im Gewebe gespeichert. Doch diese Pflanzen bringen nicht nur den angenehmen Duft mit, sondern sie besitzen eine unglaubliche Kraft dir deine natürliche Ausstrahlung wiederzugeben und dich bei seelischen und psychischen Themen im Alltag zu unterstützen. Sie können dir helfen, deine verfügbare Energie zu steigern, deine Ernährung sinnvoll zu ergänzen oder sogar dein Gewicht in den Griff zu bekommen. Auch deine Haut wird einen Nutzen davon tragen, so kannst du sie mit den Ölen verwöhnen und für einen strahlenden Teint, glänzendere Haare und ein wunderschönes Hautbild sorgen. Sie können dein ganzheitliches, körperliches Wohlbefinden steigern und dir helfen, den Herausforderungen des Alltags gerecht zu werden. Ebenso haben sie eine positive Wirkung auf dein Gefühlsleben und helfen dir, ein tiefes spirituelles Bewusstsein zu erlangen.

Ätherische Öle gelangen relativ leicht beim Hautkontakt oder beim Einatmen in den Blutkreislauf und das Gewebe. Beim Schlucken wird ein Teil der Wirkstoffe über den Magen-Darm-Trakt aufgenommen, größtenteils gelangen sie aber über die Mundschleimhaut in den Blutkreislauf. Sie beeinflussen den gesamten Organismus: Über die Sinneszellen der Nase gelangen die Duft-Informationen in das Gehirn. Nach der Aromatherapie üben die Düfte Einfluss auf die Gefühle, das vegetative Nervensystem, die Hormon-Produktion oder das Immunsystem aus.

Achte daher darauf, wie deine Öle hergestellt werden und ob sie naturbelassen hergestellt werden. Naturbelassen bedeutet, dass sie direkt aus der eigenen Stammpflanze gewonnen werden. Ein wichtiges Merkmal ist auch das Pflanzenteil, aus dem das Öl gewonnen wurde (Wurzel, Blätter, Blüte, Holz, Frucht etc.). Es sollte sich um 100% reines ätherisches Öl handeln, nur so kann eine heilende Wirkung erwartet werden. Ätherische Öle von guter Qualität werden aus Wildsammlung oder aus Pflanzen von kontrolliert biologischer Erzeugung gewonnen. Diese Informationen kannst du bei einem guten Öl dem Beipackzettel oder dem Qualitätssiegel entnehmen. 

Die Öle sollen nicht pur in direkten Kontakt mit Haut und Schleimhäuten kommen. Sie können sehr stark reizen und sollten daher immer verdünnt angewendet werden. Auch die Dosierung sollte vorsichtig gewählt werden, da zu hohe Konzentrationen zu Reizungen und Kopfschmerze führen können.

Die Kraft der Pflanzen unserer Natur ist nicht zu unterschätzen.

Du kannst die Öle in Duftlampen verwenden, oder inhalieren. Weiterhin kannst du sie zur Massage und Hautpflege nutzen, als Badezusatz oder Mundspülung. Innerliche Anwendung ist durch einnehmen möglich, oder du verfeinerst beispielsweise einen Smoothie oder ein Gericht mit einem ätherischen Öl.

Nachfolgend liste ich dir ein paar Öle auf, die dich im Alltag in verschiedenen Themen unterstützen können:

Antibiotische, desinfizierende Wirkung: Lavendel, Nelke, Salbei, Eukalyptus, Teebaumöl, Kamille.
Verdauungsfördernde Wirkung: Kümmel, Majoran, Zimt
Bei Erkältungen: Fichte, Eukalyptus, Minze
Schmerzstillend Wirkung: Pfefferminze, Kamille, Bergamotte, Gernanium
Krampflösende Wirkung: Lavendel, Melisse
Mückenschutz: Citronella, Eukalyptus, Teebaumöl

Folgende Düfte wirken sich positiv auf das Wohlbefinden und deinen Gemütszustand aus oder fördern die Konzentration:

Beruhigend: Rosmarin, Fichtenadeln, Thymian, Citronella, Muskatnuss
Stimmungsaufhellend: Rose, Geranium, Lemongras, Mandarine
Aktivierend: Muskatnuss, Rosmarin
Konzentrationsfördernd: Eukalyptus, Rosmarin, Lemongras.

Du entdeckst ein Thema, in dem du dich wiederfindest? Dann probier doch einfach mal eins dieser Öle aus und nimm dessen Wirkung auf dein Thema wahr. Sicherlich kann es dir gut helfen, wieder in Einklang und Balance zu kommen und so ein angenehmes Gefühl zu erfahren. Ich wünsche dir viel Spaß bei diesem Abenteuer der Sinne.

Achtsamkeits-Impuls des Monats / Verbinde dich mit deiner Umwelt

Umweltschutz und Nachhaltigkeit sind große Themen in unserer Zeit. Hast du dich schon einmal mit diesem Thema in deinem eigenen Umfeld beschäftigt? Vielleicht beobachtest du, dass du verschwenderisch mit den Ressourcen Wasser, Müll und Lebensmitteln umgehst. Vielleicht wurdest du so erzogen, kein besonderes Augenmerk darauf zu legen oder ein negativer Glaubenssatz blockiert dich, bewusst mit diesen Themen umzugehen. Denkst du vielleicht, dass es wichtig ist, günstig einkaufen zu gehen statt auf Qualität zu achten? Lässt du das Wasser laufen, während du Zähne putzt, anstatt es erst aufzudrehen wenn du es benötigst? Oder du bereitest dir, deiner Familie und Freunden grundsätzlich zu viel essen vor, weil du Angst hast, dass es nicht reichen könnte. Dies alles sind wichtige Komponenten, bei denen du ab heute darauf achten kannst, sie schonend und aufmerksam zu nutzen, Dankbarkeit zu entwickeln und sie schätzen zu lernen.

Wir leben in einer Zeit, in der Geld und Macht eine große Rolle spielen. Die Menschen verstehen sehr spät oder gar nicht, wie wichtig es ist, im Einklang mit unserer Mutter Erde zu leben. Ist es nicht wunderbar, dass uns in der Natur alles zur Verfügung gestellt wird, was wir zum Leben benötigen? Dass wir uns selbst versorgen können, ohne auf die Produktion von industriell hergestellten Gütern angewiesen zu sein. Unser Körper benötigt im Grunde nicht viel, auch wenn du gerade dass Gefühl hast, dass es anders ist. Vielleicht schlummern in dir noch Themen, die dich auf emotionaler oder physischer Ebene belasten und dafür sorgen, dass du mehr Nahrung zu dir nimmst, als du tatsächlich benötigst. Oder dass du keinen Wert darauf legst, dass die Qualität deiner Lebensmittel hochwertig ist. Vielleicht ist die Nutzung deines Wasserhahns und der Toilettenspülung bereits so selbstverständlich für dich, dass du verschwenderisch damit umgehst. Wie steht es mit der Produktion von Müll und dessen Entsorgung? Ist dir aufgefallen, wieviel Abfall bei dir am Tag oder in der Woche anfällt und was für ein Gefühl du dabei hast?

Ich möchte dich ermuntern, dies zu ändern! Jeder von uns darf die Freiheit erleben, jeden Tag aufs Neue anders entscheiden zu können. Wir haben die Möglichkeit, Dinge in unserem eigenen Rahmen und Umfeld zu verändern und so eine Balance herzustellen, die zu uns passt. Uns nicht von unseren Gedankenmustern steuern zu lassen – sondern selbst zu steuern. Nutze diese Chance! Du bist nicht dein Leben lang Opfer deiner Glaubenssätze, du hast die Kraft Verantwortung zu übernehmen. Deine eigene Ressource zu stärken, aus deiner eigenen Mitte heraus Bewegung und Veränderung in dein Leben zu bringen und somit zu wachsen. Mach dein Ding! Heb dich hervor! Geh mit gutem Beispiel voran! Alles beginnt in dir selbst.

Du fragst dich, wie das gehen soll? Vielleicht spürst du momentan diese enorme Kraft wenig oder gar nicht. Doch sie ist da und du kannst sie ausbuddeln. Du kannst dich entscheiden, auf Abenteuerreise mit dir selbst zu gehen. Mach dich selbst zu deinem größten Experiment. Sei mutig, wild und wunderbar! Entdecke die kindliche Kraft in dir, Dinge zu hinterfragen und zu gestalten. Intuitiv zu sein. Bunt zu sein. Kreativ zu sein.

Für den ersten kleinen Schritt könntest du anfangen, dich wieder mehr mit der Natur zu verbinden.

Wohnst du in der Nähe eines Waldes oder eines Naturschutzgebiets? Vielleicht sogar in den Bergen? Nimm dir kleine Auszeiten, in denen du dich nach draußen bewegst. Zu kalt oder zu regnerisch sind keine Ausreden 🙂 Kurze oder lange Spaziergänge in der Natur können dir eine Menge Energie zurückgeben, die du im Alltag aufgebraucht hast. Sieh den Ausflug doch als Abenteuer, um Neues zu entdecken, auf die Waldtiere zu achten, dem Wind zu lauschen oder Blumen und Pflanzennamen zu erlernen. Vielleicht interessiert dich auch eine Wildkräuter-Wanderung, auf der du Zubehör für deine nächste Mahlzeit sammeln kannst.

Welches Wasser nimmst du zu dir? Das Thema Wasser ist sehr umfangreich. Immer wieder erreichen uns Nachrichten von Rückständen im Leitungswasser, sei es Medikamentenrückstände oder Drogen, Düngemittel, Ausscheidungen von Kleintieren die in den Leitungen leben oder Mikroplastik. All diese offensichtlich sehr unscheinbaren Verunreinigungen können dazu beitragen, dass dein Körper krank wird. Dein System wird durch das Trinken des Wassers belastet, was deine Gesundheit beeinträchtigen kann. Das Blut wird verunreinigt und die Gifte werden durch den gesamten Körper geleitet. Die gesundheitlichen Folgen sind vielfältig und können schwerwiegende Krankheiten hervorrufen. Finde heraus, welche Qualität dein Trinkwasser hat. Wie hoch ist der Mikrosiemenswert? Ist es hexagonal strukturiert und energetisiert? Wie hoch ist die Zellverfügbarkeit deines wichtigsten Lebenselixiers? 

Woher stammen deine Lebensmittel? Kaufst du viel und günstig oder achtest du bereits beim Einkauf darauf, wo du deine Nahrungsmittel beziehst, aus welcher Region sie stammen und wie hoch die Nährstoffdichte ist? Bist du oft müde, hast einen Klos im Magen oder dir fehlen Klarheit und Durchblick? Eventuell erhält dein Körper nicht die Nährstoffe, die er benötigt, was dazu führt dass dein Energiehaushalt im Ungleichgewicht ist. Du könntest damit beginnen, gesunde Gerichte zu kochen und darauf zu achten, was dein Körper wirklich benötigt. Frage doch mal den Gemüseverkäufer nach weiteren Informationen zu den Lebensmitteln oder achte darauf, regionale Produkte oder Bioprodukte zu erwerben. 

Wieviel Müll entsorgst du wöchentlich in die Mülltonnen? Gibst du dir Mühe, den Müll zu trennen und Verpackungen bereits beim Einkauf möglichst zu vermeiden? Eine Umstellung ist gar nicht schwer. Sie erfordert lediglich ein Bewusstwerden der aktuellen Situation auf der Erde und darüber hinaus das Wissen, dass du mit deinem Wegwerfverhalten bereits eine große Veränderung herbeiführen kannst. Kaufst du Plastiktüten zum Entsorgen des Mülls oder tun es eventuell auch ausrangierte Einkaufstüten, Papiertüten vom Bäcker oder recycelte Produkte? Plastikflaschen können leicht ersetzt werden: Duschgel durch Seife, Haarshampoo durch Shampooseife, Spüli durch eine alte Glasflasche mit Pumpsystem und einem unverpackten Spülmittel aus dem Naturprodukteladen ums Eck.

Probiere dich aus – gestalte deine eigene Version von einem ganzheitlich gesunden, bewussten und nachhaltigen Leben und trage so deinen scheinbar kleinen und dennoch unglaublich großen Teil dazu bei, den Kreislauf des Lebens als Geschenk anzunehmen und verantwortungsbewusst mitzugestalten!

Warum Loslassen und Durchatmen wichtig für deinen Erfolg sind

Wie hast du dich entschieden, dein Leben zu gestalten? Nimmst du es einfach so hin, folgst den unendlich vielen Gedanken in deinem Kopf, lässt dich von deinem Geist irreführen, schlenderst durch den Tag, gehst genervt arbeiten, dann wieder nach Hause deine Pflichten erledigen, schlafen und am nächsten Tag das gleiche Spiel? Oder hast du bereits Verantwortung übernommen, hinderliche Glaubenssätze herausgefunden, deine Blockaden und Traumata aufgearbeitet, ein Gefühl dafür entwickelt was dein Lebensinhalt sein soll, dir Ziele gesetzt, bist ins Tun gekommen und hast angefangen groß zu träumen? Bist du begeistert, von dem was du tust? Ist dein Herz und dein Gefühl stets voll dabei?

Ich beobachte oftmals die Menschen um mich herum. Viele davon sind leere Hüllen, die wie Roboter automatisch eine To Do Liste abarbeiten und glauben, von materiellen Dingen wie Markenkleidung, hochwertigen Autos, modernen Immobilien und teuren Reisen werden sie glücklich. Teilweise haben sie Krankheiten, einige sogar schwere. Dann gehen sie zum Arzt und lassen sich ein paar Pillchen verschreiben. Die sind ja so schön bunt und helfen. Oder sie kompensieren die innere Leere mit Essen. Essen hilft auch. Und macht so schön satt. Dazu noch ein bis fünf Bierchen oder zwei Flaschen Wein. Das lässt vergessen, zumindest für einen kurzen Moment.  

Was bedeutet Glück und Zufriedenheit für dich? Ist es etwas, das du erreichen kannst, indem du ganz viel dafür tust? Denkst du, du musst ehrgeizig sein und kämpfen, um dein Ziel zu erreichen? Angelehnt an unser Bildungskonzept, in dem Bewertung und Leistung ganz oben stehen. Welche Rolle spielt Druck, das vergleichen mit anderen und der Anspruch an dich selbst?

Sicherlich wird es dir helfen, dich mit diesen Fragen auseinander zu setzen. Du könntest dir ein „Date mit mir selbst“ in den Kalender eintragen, dich an einem schönen ruhigen Platz setzen und einfach mal aufschreiben, was so kommt.

Natürlich ist es wichtig, persönliche Pläne und Ziele im Leben zu haben. Auch ein Zukunftsvorsorge schließt das Loslassen nicht aus. Loslassen bedeutet nur, dass du diese Dinge nicht dein Leben beherrschen lässt. Denn es ist doch oft so: wir möchten etwas erreichen, etwas verändern. Vielleicht sind wir unzufrieden in unserem Job oder in der Beziehung zu unserem Partner. Dann möchten wir die neue Situation am liebsten sofort und ganz schnell. Damit wir uns nicht mehr unwohl fühlen. Doch die Frage hier ist: woher kommt deine Unzufriedenheit? Welche Gegebenheit sorgt dafür, dass du dich unwohl fühlst? Wo spürst du dieses Gefühl? Gehe einmal auf Erkundungstour und spüre in dich hinein. 

Es ist nichts falsch daran, sich Ziele zu setzen oder Dinge erreichen zu wollen. Schwierig wird es nur, wenn wir daraus einen Ersatz machen für das Fühlen des Lebens, des Seins. Denn zu dem finden wir nur über das Jetzt Zugang.

Eckhart Tolle

Stell dir folgende Situation vor: du planst eine Wanderung. Auf der Karte sieht es so aus, als wäre der Weg ganz klar und einfach. Du freust dich auf neue Abenteuer, bereitest dich vor und gehst los. Während deiner Tour bemerkst du, dass unvorhergesehene Steigungen, gesperrte Wege oder widrige Witterungsbedingungen auftauchen. Was nun? Du bist nicht darauf vorbereitet. Hattest du dir vorgenommen, den Zielort in einem bestimmten Zeitraum zu erreichen und kannst diesen nun nicht einhalten? Hast du absichtlich wenig oder keine Pausen eingeplant, um schnell am Ziel zu sein? Vielleicht verpasst du auch die schöne Landschaft oder hetzt an Menschen vorbei die dir entgegen kommen. Oder du ärgerst dich sogar über die vielen Hindernisse um Umwege, die auf deiner Karte nicht verzeichnet sind. Möglicherweise verletzt du dich auf dem Weg, und kommst so niemals an dein Ziel. Was passiert beim bewusst werden der Situation in deinem Körper

Ein guter Reisender hat keine festen Pläne und ist nicht erpicht darauf, anzukommen.

Wie wäre es also, wenn du dir statt Zielen eine Orientierung setzt. So bleibst du flexibel, bist offen für neues und kannst die Optionen erkennen, die dir auf dem Weg begegnen. Du wirst den Weg genießen und hast jederzeit die Möglichkeit, ihn zu ändern wenn er nicht mehr zu deiner aktuellen Situation passt. Vielleicht entdeckst du auch Möglichkeiten, mit denen du vorher niemals gerechnet hättest. Wenn du weniger Aufmerksamkeit auf dein Ziel richtest, sondern vielmehr auf den Weg bzw. das eigentliche Tun, dann bist du offener für Hindernisse, kleine Herausforderungen die dich wachsen lassen. Du hast mehr Energie, dranzubleiben und lernst, wieder mehr auf deine Intuition zu vertrauen. Vertraue dem Prozess, finde zu deinem Ursprung zurück.

Mache den Weg zum Ziel! Sieh das Ankommen als eine Bonus-Option, die du genießen kannst, wenn du sie erreichst. Und wenn nicht, dann wird sie dir nicht fehlen. Denn es war keine Voraussetzung, nur eine weitere Möglichkeit. Hört sich das nach Freiheit an? Ich denke schon!

Dieses schöne Beispiel einer Reise kannst du wunderbar auf dein Leben anwenden. Beginne, dich zu orientieren. Im Moment zu leben, Pläne und Ziele loszulassen und einfach mal zu schauen, was das Leben dir schenkt. Hab Vertrauen, sei offen und genieße. Gönn dir Pausen, denn woher sollst du Energie nehmen, wenn du sie nicht hast. Atme durch. Es werden sich wundervolle Möglichkeiten auftun, die vielleicht noch besser werden als du es dir vorgestellt hast.

Das Leben verläuft selten wie geplant. Es gibt keine To Do Liste, die du abhaken kannst. Und wenn du sie dir selber baust, dann besteht die Möglichkeit dass es dich nicht glücklich macht und aus der Bahn wirft.

Folgende Fragen werden dir helfen, eine Orientierung für dein Leben zu finden:

Was war bis jetzt die glücklichste Zeit in deinem Leben und warum?Was sind deine Stärken und deine Werte? Was ist deine persönliche Aufgabe im Leben – warum bist du hier?Was tust du, um dich zu sabotieren? Um stets zu vermeiden, dass du losgehst und deinem Herzen folgst?

Ich wünsche dir viel Spaß beim Gestalten deines Lebensplans. 

Wenn du es in deinem Kopf sehen kannst, kannst du es in deiner Hand halten – löse deine Begrenzungen.

Achtsamkeits-Impuls des Monats / Beziehungen

Bestimmt kennst du das Gefühl, dass du gerade eine Person kennengelernt hast die du sehr magst. Oder du bist bereits in deinen Partner oder deine Partnerin verliebt. Vielleicht befindest du dich aber auch in ein einer langjährigen Beziehung mit einem Menschen, der dir sehr Nahe steht. Alle diese Situationen haben eine gemeinsame Komponente: sich gegenseitig Aufmerksamkeit schenken. Sicherlich ist es bei einer schon über Jahre oder Jahrzehnte bestehenden Beziehung ein anderes Gefühl als wenn du dich gerade frisch verliebt hast. Der Alltag hat sich eingeschlichen, jeder geht seinem Beruf und seinen Hobbies nach. Vielleicht sind Kinder geboren worden denen du ebenfalls Aufmerksamkeit und Liebe schenkst. Es gibt mal Unstimmigkeiten, Diskussionen oder Streit. Die Tage, Wochen, Monate und sogar Jahre ziehen so vorbei und irgendwann schleicht sich das Gefühl ein, dass ihr nebeneinander her lebt. Selbst wenn ihr grundsätzlich ähnliche oder gleiche Wertvorstellungen teilt, gibt es immer wieder Phasen, die sich mal leichter und mal schwerer anfühlen. 

Ich möchte dir heute Impulse geben, wie du deine Beziehungen pflegen kannst. Wie du aufmerksam beobachten kannst, welche Energie deine Beziehung zur Zeit hat und was du tun kannst, um diese in Balance zu halten.

Keine Beziehung ist perfekt. Muss sie auch nicht. Orientiere dich einmal an der Natur. Kaum fängt es an zu regnen, düster und neblig zu werden oder zu schneien, finden wir das ungemütlich. Wir nörgeln herum, machen das Wetter für unsere Stimmung verantwortlich oder dafür, dass wir heute morgen zu spät zur Arbeit gekommen sind. Wir möchten uns zurückziehen, an einen sicheren, warmen und trockenen Ort. Doch die vier Jahreszeiten in der Natur gehören genauso zusammen wie verschiedene Phasen in der Verbindung zu unseren Mitmenschen oder Partnern. 

No rain, no flowers.

Was kannst du also tun, wenn du das Gefühl hast, deine Beziehung gerät aus dem Gleichgewicht? Nun, zuallererst solltest du herausfinden, was du möchtest. Klarheit über deine eigenen Bedürfnisse sind die Basis für eine zwischenmenschliche Beziehung und hilft dir auch bei der Kommunikation innerhalb einer Partnerschaft. Wenn dein Geist klar ist und du deine Wünsche in ehrliche und offene Worte fassen kannst, ist dies eine gute Grundlage für Verbindungen und auch um mit Konflikten fair und achtsam umzugehen.

Hast du dir schon einmal überlegt, was deine eigenen Bedürfnisse sind? Welche Werte dir wichtig sind und welche Vorstellung du davon hast wo du leben möchtest? Wie sieht deine Familienplanung aus und wie deine beruflichen Wünsche? Wie möchtest du dein Leben gestalten?

Wir investieren in unserem Alltag in der Regel sehr viel Zeit in alle möglichen Dinge. Wir priorisieren und planen, verschieben und organisieren. Und am Ende des Tages haben wir dann das Gefühl, dass wir immer noch zu wenig Zeit haben um uns um alles zu kümmern. Oder wir kümmern uns um alles Mögliche um uns herum – jedoch nicht um uns selbst und unsere zwischenmenschlichen Beziehungen. Jeder Mensch hat 24 Stunden am Tag Zeit. Planst du in diesen Stunden auch Zeit für dich selbst ein?

Vielleicht hast du dich schon einmal hingesetzt und dir deine persönlichen Antworten zu den oben gestellten Fragen aufgeschrieben. Vielleicht ist dir dabei auch aufgefallen, dass Vieles davon schon längst in dir vorhanden ist. Fällt es dir schwer, deine Bedürfnisse zu kommunizieren? Die passenden Worte zu finden, um dich klar und deutlich auszudrücken? Oder halten deine eigenen Gedanken dich sogar davon ab, deinem Gesprächspartner aufmerksam zuzuhören?

Wenn du die Liebe in dir selbst entdeckst, wirst du sie überall sehen.

Beginne doch einmal damit, deinem Gegenüber aufmerksam zuzuhören. Lege das Smartphone zur Seite, schalte den Fernseher und das Radio aus. Begib dich auf Augenhöhe, schau die Person an. Du könntest dir auch angewöhnen, Teile des Erzählten in deinen Worten zu wiederholen. So findest du heraus, ob du alles richtig verstanden hast oder es entsteht ein ehrliches Gespräch daraus. Bewahrt die Ruhe und gewährt euch gegenseitigen Respekt sowie ausreichend Pausen. Es kann auch sehr erfüllend sein, gemeinsam die Stille zu genießen. Einzutauchen in die Energie des Beisammenseins oder die Umgebung, in der ihr euch befindet.

Gemeinsame Zeit und Erfahrungen schweißen zusammen. Plant doch mal wieder Zeit für euch ein! Vielleicht probiert ihr etwas Neues aus, fahrt an einen besonderen Ort oder erlebt etwas, das ihr vorher noch nie zusammen erlebt habt. Gibt es vielleicht eine Seite an deinem Partner, die du noch gar nicht kennst? Lass dich überraschen!

Akzeptanz und Respekt von innen führen zu unabhängigem und liebevollem Geben. Daraus entstehen liebevolle Beziehungen voller Zufriedenheit und Ruhe.

Was könntest du noch tun, um achtsam in deiner Beziehung zu sein?

Wie wäre es damit, den anderen zu fragen wie sein Tag war. Oder nach Feierabend ein Bad einzulassen. Vielleicht kannst du ein leckeres Abendessen für euch zwei zubereiten oder morgens das Frühstück oder die Lunchbox vorbereiten. Kleine Aufmerksamkeiten wie ein Zettel mit einer Liebesbotschaft, einem Dankeschön oder einer anderen Art von Wertschätzung können so viel bewirken. Stell dir nur vor, du überraschst deinen Partner mit einem solchen Geschenk, zauberst ihm dadurch ein Lächeln ins Gesicht und gleichzeitig stärkst du damit eure Verbindung. Diese kleinen Momente sind wie ein Band, das euch verbindet. Wenn du dieses Band immer und immer wieder stärkst, so wird es euch in unruhigen Zeiten leichter fallen, miteinander zu kommunizieren, einander zu verstehen und Mitgefühl zu entwickeln. Denn ihr habt Vorarbeit geleistet, habt den gemeinsamen Alltag zu etwas besonderem gemacht. Ihr zeigt Wertschätzung füreinander, respektiert euch und seid daran interessiert, etwas für die Beziehung zu tun. 

Achtsamkeit im Alltag hilft also nicht nur dir, deine Vorstellungen vom Leben klarer zu gestalten sondern auch, die Verbindung zu den Herzensmenschen um dich herum zu stabilisieren. Das Leben folgt einem natürlichen Rhythmus. Tauche in diesen Rhythmus ein und lass dich tragen. Nimm an, was kommt und lass gehen, was nicht zu dir gehört. Es ist bereits für alles gesorgt. Schau hin und beginne zu sehen, zu fühlen. Verbinde dich mit dir selbst und mit anderen und genieße so die Leichtigkeit in deinem Leben.

Enjoy the little things in life. Because one day you will look back and realize, they were the big things.

Atme ein. Atme aus. Erinnere Dich, wer du bist.

Du trägst ein sehr wertvolles Hilfsmittel für deine Achtsamkeitspraxis bereits in dir. Möchtest Du wissen was das ist? Es ist dein Atem. Er begleitet dich täglich, indem er einfach durch dich hindurch fließt und dich somit am Leben erhält. Er wird auch als „Sitz des Lebens“ oder „Prana“ = Lebensenergie bezeichnet. Ein Mensch atmet 12 bis 15 Mal in der Minute, indem sich der Brustkorb hebt und senkt und die Lungen mit dem Atem gefüllt und wieder geleert werden. Das sind durchschnittlich acht Liter Luft, die pro Minute durch deinen Körper fließen.

Kinder atmen ganz natürlich in den Bauch. Wenn wir erwachsen werden und im schnelllebigen und oft hektischen Alltag gefangen sind, beginnen wir zur Brustatmung zu neigen. Oft wird dazu auch der Bauch eingezogen, möglicherweise in dem meist unbewussten Wunsch, nicht an den „dicken Bauch“ erinnert zu werden.

In Situationen in denen wir gestresst oder beunruhigt sind, atmen wir stockend, flach und unregelmäßig. Dies ist charakteristisch für Stresszustände und ein Zeichen davon, dass wir stärkere körperliche und psychische Belastung haben. Das Blut erhält dadurch nicht genügend Sauerstoffsättigung.

Die Atmungsorgane sind dafür verantwortlich, unseren Körper mit Sauerstoff zu versorgen und das beim Stoffwechsel entstandene Kohlendioxid wieder auszuscheiden.

Einatmen durch die Nase verhindert, dass Staub- und Schmutzteilchen, Keime und Krankheitserreger in den Körper eindringen. Sie hat die Aufgabe, die eingeatmete Luft durch Härchen und Schleimhäute zu filtern und anzufeuchten. Weiterhin bringt die Nasenatmung den Atemluftstrom immer auf Körpertemperatur, bevor der die Lunge erreicht.  Das Stickstoffmonoxid wird automatisch in die Lungen transportiert, der Körper regeneriert besser und unser Schlaf ist qualitativ hochwertiger.

Die Nasenatmung aktiviert das parasympathische Nervensystem. Dieser Teil des vegetativen Nervensystems ist für die Entspannung und Regeneration verantwortlich und fördert Stressabbau.

Wusstest du, dass jeder Mensch einen ganz natürlichen Nasenzyklus hat? Im Laufe des Tages wechseln die Schwellungen deiner Nasenschleimhäute. Entweder sind die Schleimhäute der linken Nasenseite angeschwollen und vermehren den Lufteinzug auf der rechten Seite oder umgekehrt. Du atmest also entweder mehr durch die linke oder mehr durch die rechte Nasenseite. Wenn die Atmung gerade vermehrt durch die rechte Nasenseite stattfindet, ist deine rechte Gehirnhälfte aktiver und hilft dir beim rationalen Entscheiden und analytischen Denken. Wenn die Atmung dann vermehrt durch die linke Nasenseite stattfindet, ist deine linke Gehirnhälfte aktiver. Dies regt deine Kreativität an und fördert deine Intuition.

Eine natürliche Atmung erkannt man an einer entspannten Einatmung, einer passiven Ausatmung und einer Pause vor der nächstfolgenden Einatmung.

Der Atem ist das, was uns am tiefsten mit dem Leben verbindet: Wer atmet, der lebt.

Im Yoga spielt die Atmung eine besondere Rolle. Die Yoga-Atmung wird Pranayama genannt. Prana heißt Lebensenergie, Yama heißt Steuerung. Du kannst also durch Pranayama im Yoga deine Lebensenergie steuern. Die Atemübungen sind vorbeugend gegen Erkältungen, sie lösen Energieblockaden und öffnen deine Chakren. Das sind die Energiezentren in deinem Körper. Mit bewusster Atmung kannst du deinen Gemütszustand beeinflussen. Sie wird dir helfen, deine Konzentrationsfähigkeit zu steigern und innere Stärke zu erlangen.

Die Atmung istein automatischer Vorgang, der keiner Steuerung durch unser Bewusstsein bedarf. Deshalb schenken wir unserem Atemrhythmus im Alltag kaum Beachtung.

Bei der folgenden, kurzen Achtsamkeitsübung wird die Wahrnehmung bewusst auf die Atmung gelenkt.

Durch die Zwerchfellatmung kann der Körper mehr Atemluft aufnehmen und es wird weniger Energie verbraucht. Der Blutdruck wird gesenkt und die Verdauung durch die Massage der Eingeweide gefördert.

Durch die Nase einatmen und spüren, wie die Luft in die Lunge strömt, sich das Zwerchfell regelmäßig hebt und senkt. Dabei bewusst in den Bauchraum atmen. Beim Ausatmen durch den Mund die Lunge vollständig entleeren, damit Platz geschaffen wird für frische Luft und neuen Sauerstoff.

Achtsam zu sein bedeutet, Bewertungen sein zu lassen und sich auf das zu konzentrieren, was gerade außerhalb der Gedanken ist. Eine einfache Übung dazu ist, sich auf den Atem zu konzentrieren und dadurch Distanz zu den Gedanken zu schaffen.

Atme ein. Atme aus. Erinnere dich, wer du bist.

Heute möchte ich dir zwei Atemübungen mit auf den Weg geben, die du leicht in deinen Alltag einbauen kannst. Du kannst sie zwischendurch ausüben, in deine Morgen- oder Abendroutine einplanen oder sie bei deiner Meditationseinheit üben.

 

Wechselatmung

Diese Atemübung kannst du bei Nervosität, Schlaflosigkeit und emotionalen Spannungen durchführen. Sie sorgt dafür, dass die Energie ungehindert durch deinen Körper fließen kann, und dein Geist klar und friedlich wird.

Finde einen für dich bequemen Sitz, bei dem dein Atem frei fließen kann. Dein Zeige- und Mittelfinger deiner rechten Hand klappst du ein, den Daumen, Ring- und kleinen Finger streckst du aus. Nun bringst du die rechte Hand zu deiner Nase und legst den Daumen auf deinem rechten Nasenflügel ab. Atme tief ein und aus, und schließe dann das rechte Nasenloch mit deinem Daumen. Atme nun links 2 Sekunden ein und schließe dann mit deinem Ringfinger das linke Nasenloch. Halte nun die Luft für 8 Sekunden an. Öffne das rechte Nasenloch, atme 4 Sekunden lang aus. Rechts 2 Sekunden einatmen, 8 Sekunden halten, links 4 Sekunden ausatmen. Dies kannst du mehrere Runden lang üben, um in einen meditativen Zustand zu gelangen.

 

Yogische Vollatmung

Diese Atmung ermöglicht es dir, deine volle Atemkapazität auszuschöpfen. Hierbei werden Flanken- und Lungenspitzatmung miteinander verbunden. Bitte führe diese Atemübung bewusst aus, denn es wird dafür eine große Flexibilität deiner Rippen und Rippenzwischenmuskeln benötigt.

Komme in einen aufrechten und bequemen Sitz. Lege eine Hand auf deine Bauchdecke und verbinde dich somit mit deiner ruhigen, tiefen Bauchatmung. Entspanne deinen Atem, so dass er ganz sanft und fließend wird. Lege deine zweite Hand auf dein Dekolleté, unterhalb deines Schlüsselbeins. Spüre die Verbindung zu deinem Brustkorb, wie er sich mit jedem Atemzug hebt und wieder senkt. Lasse deinen Atem noch tiefer entspannen und beginne dann, deinen Einatem ganz bewusst erst nach unten in Richtung Bauch, dann in die Flanken und schließlich nach oben unter die Schlüsselbeine fließen zu lassen. Bei der nächsten Ausatmung lässt du die Luft aus allen drei Bereichen gleichzeitig ausströmen, bis du das Gefühl hast, dass du ganz leer bist. Bleib ruhig und gelassen, und lasse den Atem aufmerksam fließen. Solltest du nicht mehr entspannt atmen können, beende die Übung und fahre ein anderes Mal damit fort.

 

Durch achtsame Atemübungen fokussierst du dich auf dich selbst. Du verbindest dich mit deinem Ursprung. Mit dem wer du bist, mit deiner Essenz, deinem Sein. Erinnere dich, was du in dir trägst und dass du alles was du brauchst, bereits da ist. Was war, bevor Gedanken- und Verhaltensmuster dich geprägt haben? Hole dir diese Erinnerungen zurück. Beginne, zu spüren und zu vertiefen. Beginne, dies zu genießen. Dich zu geniessen!

 

Breathe in. Breathe out.

 

 

Achtsamkeits-Impuls des Monats / Abendrituale

Was denkst du – was passiert, wenn du alle Reize, Eindrücke, Sorgen und anstrengenden Momente des Tages abends mit ins Bett nimmst? Richtig. Sehr wahrscheinlich hast du dann eine unruhige Nacht. Deine Gedanken hören nicht auf in Bewegung zu sein, schlängeln sich unaufhaltsam durch deinen Kopf. Du liegst im Bett herum, schaust immer wieder auf die Uhr und kannst nicht einschlafen. Wenn du es dann geschafft hast die Augen zu schließen und einzuschlafen, reagiert dein Körper mit wälzen, schwitzen, rastlos sein. Vielleicht nimmst du deiner nächtlichen Begleitung den Platz weg, legst dich auf deine Katze die dich daraufhin ärgerlich anknurrt oder du wachst morgens mit den Füßen am Kopfteil deines Bettes auf 🙂 Und selbst wenn die Anzeichen für eine unruhige Nacht nicht ganz so heftig waren, so kann es durchaus sein, dass du morgens das Gefühl hast, du wärst die ganze Nacht wach gewesen. Dies wirkt sich dann wiederum auf deinen Aufwachmoment aus und zieht sich womöglich durch deinen gesamten Tag. Wie ich euch im letzten Blogbeitrag schon mitgeteilt habe, können wir neben Positivspiralen auch Negativspiralen erschaffen. Und das funktioniert manchmal schneller als uns bewusst ist.

Wie wäre es also wenn du ein kleines, persönliches Abendritual einführst? Zeit für dich alleine. Zum abschalten, runterkommen, ganz Du selbst sein. Eine Sache die dir hilft, die Erlebnisse des Tages beiseite zu schieben, dich zu sortieren, eine Verbindung zu deinem Körper aufzubauen. Ins Fühlen zu kommen. Raus aus dem automatischen Prozess des Tages, raus aus dem rationalen Denken. Rein in die Stille, die Ruhe in Dir. Rein in deine Mitte.  Dorthin wo du deine Energie bündelst, dorthin wo du die Möglichkeit hast, dich zu sammeln. An einen Platz, der gehegt und gepflegt werden möchte. Der angeschaut und beobachtet werden möchte. Ein Platz, an dem die Sonne scheinen darf. Und selbst wenn momentan ein paar graue Regenwolken oder Nebel die Sicht versperren, oder ein kalter Wind weht, so ist es doch möglich wieder Licht hineinzubringen. Ein Licht, eine Wärme, die dir Sicherheit gibt. Die dich auftanken lässt.

Selbst wenn es im Außen turbulent wird, so darfst du im Inneren ganz ruhig bleiben.

Vielleicht hast du jetzt schon ein Bild im Kopf, von diesem wunderbaren Ort. Und du fragst dich, wie du es schaffen kannst, dorthin zu gelangen und dauerhaft Kraft aus diesem Ort zu schöpfen.

Zunächst möchte ich dir noch ein paar Vorteile aufzeigen, die es langfristig mit sich bringen wird, wenn du dich um deinen ganz persönlichen Kraftort kümmerst.

Sicherlich weißt du, wie wichtig es ist einen Ausgleich zu unserem oft schnelllebigen Alltag zu schaffen. Möglichkeiten zu finden, Blutdruck, Puls und Gedanken runterzufahren. Dies wird dich langfristig zu mehr Gelassenheit im Umgang mit stressigen Situationen bringen. Du kannst lernen, den Moment und dich selbst besser wahrzunehmen. Du kannst lernen, dem Ruheort in dir mehr Aufmerksamkeit und Wahrnehmung zu schenken, indem du dich bewusst mit deinem Körper verbindest. Das wird dir helfen, lange körperlich und geistig fit zu bleiben. Gesunde Rituale bringen Ordnung, Ruhe und Klarheit in dein Leben, sie verbessern deine Lebensqualität.

Einige Dinge tun wir bereits jeden Tag, ohne groß darüber nachzudenken. Essen, Arbeiten und schlafen zum Beispiel. Ebenso können wir uns aneignen, gesunde Auszeiten zu nehmen, ohne irgendwann mehr groß darüber nachdenken zu müssen.

Reduziere die Zeit, in der du dich ablenken lässt.

Ein Ritual ist eine gesunde Gewohnheit für deine Seele. Es gibt deiner Seele eine Heimat. Gesunde Gewohnheiten für dein Denken, Fühlen, Wollen und Entscheiden. Rituale geben dir Sicherheit, weil sie dir nach einiger Zeit vertraut sind. Geh auf Entdeckungstour – sei gespannt auf ein Abenteuer. Entdecke und pflege neue Gewohnheiten und erfahre eine neue, bunte Welt! Alltagsrituale können auch bei psychosomatischen Krankheiten eine wichtige Rolle spielen. Denn sie steigern deine Achtsamkeit und führen dazu, dass du eine innere Ausgeglichenheit entwickelst.

Heute möchte ich dir fünf kleine Abendrituale vorstellen, die du in wenigen Minuten deiner wertvollen Zeit am Abend vor dem Schlafengehen einbauen kannst.

Nimm dir nicht zu viel vor. Für den Anfang genügt es, wenn du mit einer Kleinigkeit anfängst und diese regelmäßig machst. Dabei ist egal, ob es einmal am Tag oder einmal in der Woche ist. Wichtig ist, sie zu wiederholen und dich wohl dabei zu fühlen. Dies sind deine persönlichen Auszeiten, die Spaß machen sollen. Die du genießen darfst. Ohne Druck und ohne Gefühl der Verpflichtung. Mach dich frei und sei ehrlich zu dir selbst. 

Gedanken loslassen

Finde ein schönes Notizbuch, dass du zu deinem 5-Minuten-Tagebuch machst. Richte dir vor dem Schlafengehen nur diese fünf Minuten ein, um etwas in dein Büchlein zu schreiben. Das können die Erlebnisse des Tages sein, die du reflektierst. Das können Gefühle sein, die über den Tag verteilt bemerkt hast. Das können fünf Minuten voller Dankbarkeit sein oder aber ein paar Zeilen zu deinen Zielen und Träumen. Sei kreativ! Spüre einfach mal rein, was da so kommt, ohne groß darüber nachzudenken. Du wirst überrascht sein.

Eine warme Tasse Tee trinken

Bereite dir eine warme Tasse deines Lieblingstees zu. Vielleicht warst du im Urlaub in einem sonnigen Land und hast dir einen leckere Teesorte mitgebracht. Oder ein lieber Mensch hat dir einen Tee geschenkt. Oder aber du nutzt die Zeit des frühen Abends um bewusst in das Teegeschäft deines Vertrauens zu gehen und dir deinen Lieblingstee auszusuchen. Einen Tee für deine eigene kleine Auszeit. Du könntest darauf achten dass dieser Tee biologisch angebaut wurde, und ein paar Zutaten enthält die du noch nie vorher ausprobiert hast. Trau dich! Sei mutig und genieße das kleine Abenteuer.

4-7-8 Atemtechnik

Positioniere deine Zunge so, dass die Zungenspitze den Gaumen gleich über den Vorderzähnen berührt. Die Zunge bleibt nun während der gesamten Übung dort liegen. Schließe deinen Mund und atme langsam durch die Nase ein. Zähle dabei im Kopf bis vier. Halte deinen Atem an und zähle im Kopf bis sieben. Atme nun hörbar durch den Mund aus und zähle dabei bis acht. Wiederhole die Atemübung vier Mal.

Entspannte Musik hören

Hörst du gerne Musik? Vielleicht magst du heute Abend Mal ein paar neuen Stücken lauschen. Wie wäre es mit klassischer Musik, zum Beispiel Pianomusik? Oder     Meditationsmusik? Musik ohne Text eignet sich hervorragend um Abends vor dem Einschlafen beim Stressabbau zu unterstützen. Deine Gedanken werden nicht mit weiteren Wortschnipseln konfrontiert sondern können zur Ruhe kommen. Atmung, Puls und Hirnaktivitäten fahren herunter und du kannst durch die Musik besser entspannen.

Ein gemütlicher Spaziergang an einem lauen Sommerabend

Hast du dich heute schon achtsam bewegt? Hast du mal darauf geachtet, wie dein Fuß den Erdboden berührt, ob deine Hüfte und dein Oberkörper in Leichtigkeit mitschwingen? Ob dein Rücken gerade ist oder ob deine Schultern nach vorne hängen? Schlüpf in deine Schuhe oder nutze den lauen Sommerabend um eine kleine Barfußrunde auf der nächstgelegenen Wiese zu laufen. Wie fühlt sich das Gras unter deinen Füßen an? Zeigt sich die Sonne noch am Himmel und schenkt dir ein paar warme Sonnenstrahlen? Nimm diese ganze Energie auf, und sei dankbar für das was die Natur dir schenkt.

Geh einmal im Jahr an einen Ort, an dem du noch nie warst. Und sei er in dir selbst.

Achtsamkeits-Impuls des Monats / Morgenrituale

Dreihundertfünfundsechzig Tage im Jahr darfst Du dich für dich entscheiden. 365 Tage im Jahr hast du die Möglichkeit zu wählen, wie dein Tag beginnt. Jeden Tag wenn du aufwachst, hast du die Option mit positiven Gedanken und Gefühlen die nachfolgenden 24 Stunden zu erleben, oder auch mit negativen. Die ersten Minuten unseres Tagesbeginns bilden die Grundlage für alles was an diesem Tag passiert. Stell dir vor du entscheidest dich, diese Zeit für dich zu nutzen. Du nimmst dir bewusst Zeit für dich, und findest etwas, was dir hilft, entspannt in den Tag zu gehen. 

An sich ist nichts weder Gut noch Böse. Die Gedanken machen es erst dazu.

Vielleicht denkst du jetzt: hätte ich keine Kinder, dann könnte ich dies tun. Oder: müsste ich nicht so früh aufstehen, dann könnte ich jenes tun. Oder aber: Ich bin ein Morgenmuffel und habe keine Lust gleich früh am Morgen ein Ritual einzuführen. Ich sage dir: das alles sind Ausreden! Du darfst heute beginnen, die Verantwortung für dein Leben zu übernehmen. Denn die Verantwortung, die Du dir selbst zusprichst, wird sich auch auf dein Umfeld auswirken. Du könntest beispielweise etwas finden, wo du deine Kinder einbinden kannst. Oder du nutzt die Zeit, nachdem deine Kinder aus dem Haus sind, für dich ganz alleine. Weiterhin könntest du ein paar Minuten früher aufstehen um deinen ganz persönlichen Start in den Tag vorzubereiten. Und ich bin mir sicher: auch ein Morgenmuffel findet eine Kleinigkeit, die er morgens ohne große Mühe tun kann, um positive Gedanken und Gefühle zu erzeugen. Es liegt an dir – entscheide selbst, ob du bereit bist, einen Teil deiner wertvollen Zeit für dein persönliches Wohlergehen zu nutzen. Wir alle haben 24 Stunden am Tag. Egal ob wir Angestellt, Selbstständig, Schüler, Mutter, Vater, Oma oder Opa sind. Es ist eine Frage des Wollens und des persönlichen Zeitmanagements. 

Weiterhin geht es hierbei darum, kleine Schritte zu tun. Schritte, die dem eigenen Tempo angepasst werden können. Dinge zu finden, die mit Leichtigkeit durchgeführt werden können. Vielleicht sind es kurze Zeiten jeden Morgen, oder eine längere Zeit einmal die Woche. Wie du dir das einteilst, bleibt ganz dir überlassen. Wichtig ist, dass du dran bleibst. Selbst wenn du einmal nicht dazu kommst, weil dir etwas dazwischen kommt. Bleib entspannt. Ärgere dich nicht darüber sondern nimm dein Ritual einfach wieder auf. Hakuna Matata. Denke einfach daran, was für eine wundervolle Auswirkung es haben wird, wenn du mehrere Tage hintereinander kleine Erfolgserlebnisse hast. Probiere dich aus und spüre einmal rein, was sich dadurch an deinem Tag oder in deiner Woche verändert.

Stell dir nur vor, du blickst in einem halben Jahr zurück und kannst dann voller Stolz sagen, dass du eine entspannte und zufriedene Zeit hattest. Wäre das nicht großartig?

Zufriedenheit beginnt mit der Entscheidung, du selbst zu sein.

Ich möchte dir nun ein paar Inspirationen für dein Morgenritual geben. Dabei habe ich versucht, möglichst viele Lebenssituationen zu berücksichtigen. Ich hoffe, du findest etwas, was für dich ganz persönlich passt und ich wünsche dir schon jetzt eine strahlend bunte Zeit mit dir selbst!

Wecke deinen Atem

Stelle dich in die Berghaltung: die Füße stehen hüftbreit auseinander, die Wirbelsäule ist gerade. Die Arme hängen mit den Innenflächen nach vorne locker an den Körperseiten herab. Der Blick ist nach vorne ausgerichtet, der Scheitel zeigt zur Decke. Hebe beim einatmen deine Arme langsam und achtsam nach oben, bis die Handflächen über dem Kopf zusammentreffen. Beim Ausatmen bringst du die Arme in die Ausgangsposition zurück. Vielleicht kannst du deinen Atemrhythmus etwas intensivieren und verlängern und sogar die Atempausen spüren. Wiederhole diese Übung 5-8 Mal.

Sorge gut für dich – mit einem leckeren und gesunden Frühstück

Überlege dir bereits am Vortag, was du zum Frühstück essen möchtest. Sorge dafür, dass du alle Zutaten im Haus hast. Wie wäre es mit einem Müsli oder einem Obstsalat? Achte darauf, dass es ruhig um dich herum ist, so dass du dich auf die Zubereitung deines gesunden Frühstücks konzentrieren kannst. Schaue dir die Farben der Zutaten an und genieße die Gerüche. Vielleicht hast du Lust auf ein ausgefallenes Gericht, zum Beispiel ein ayurvedisches Porridge. Nutze diese Zeit um dich frei von deinen Gedanken zu machen, indem du dich auf deine Nahrung fokussierst. Wenn du die Möglichkeit hast, deine Mahlzeit noch zuhause einzunehmen, suche dir ein ruhiges, schönes Plätzchen und genieße deinen leckeren Start in den Tag.

Lächle in deinen Körper hinein

Suche dir ein stilles Plätzchen und finde eine für dich bequeme Sitzhaltung. Dein Körper sollte aufrecht sitzen, dein Rücken gerade sein. Lege deine Hände ineinander, deine Daumen berühren sich. Lasse deinen Atem ganz natürlich fließen, ohne ihn bewusst steuern zu wollen. Komme in deinem eigenen Atemrhythmus an. Der Atem kommt und geht, und du bist einfach der Beobachter. Achte nun auf deine Gedanken, und wenn sie kommen, stelle dir vor du setzt diese auf eine Wolke und lässt sie vorüber ziehen. Sitze nun für ein paar Minuten einfach da, und genieße all deine Körperfunktionen. Schenke dir dann ein sanftes Lächeln. Spüre, wie deine Gesichtsmuskeln weicher werden, wie dein Lächeln nach und nach in dir drin wirkt. Spüre die entspannende Wirkung, die dieses Lächeln auf deinen Körper und deine Gefühle hat. Mit jedem Atemzug breitet sich dieses Gefühl weiter aus, in jede Zelle deines Körpers. Genieße dein „Sein“. Genieße dein Lächeln. Genieße einfach dich!

Social Media Detox

Finde eine Zeit, in der du dein Handy, deinen Computer, deinen TV und dein Radio bewusst ausgeschaltet lässt. Es ist immer eine gute Idee, unserer mentalen Inbox von Zeit zu Zeit eine Auszeit zu gönnen. Schalte alle diese Geräte aus und genieße diese ruhige Zeit, die dich einfach mal abschalten und ausspannen lässt. Die zulässt, dass deine Gedanken frei fließen können, ohne ständig Reize von außen zu bekommen. Werde zum Beobachter deiner Gedanken. Lerne kennen, was deine Gedanken über die Dinge im Außen sind. Denn so lernst du nicht nur wie dein Geist die Dinge im Außen wertet, sondern dies spiegelt dir auch, wie du über dich denkst. Sei gespannt, was er dir mitzuteilen hat und höre einmal genau hin.

Verändere deine Gedanken und dich – durch Affirmationen

Affirmationen sind positiv formulierte, kurze Sätze, die dir helfen deine Gedanken umzuprogrammieren. Diese Sätze werden immer und immer wiederholt, um unsere Festplatte im Kopf mit frischen und lebensbejahenden Sätzen zu füttern. Das Ziel dabei ist, unsere Gedanken und unsere Gefühle dauerhaft zu verändern. Unser Denken, Fühlen und Handeln hängen zusammen und wenn du deine Gedanken durch Affirmationen dauerhaft änderst, so wird sich nach einer Weile auch dein Verhalten und deine Gefühle verändern. Beispiele für einen positiven Start in den Tag sind: Ich starte entspannt in meinen Tag! Ich genieße die Zeit am Morgen! Ich freue mich darauf, einen ruhigen und angenehmen Tag zu verbringen. Ich vertraue dem Leben! Wiederhole diese oder andere Affirmationen mehrmals laut. Du kannst sie auch vor dem Spiegel üben, aufschreiben oder singen. Sei kreativ im Gestalten deiner persönlichen Affirmationen. Wichtig ist, dass du sie verinnerlichst, und sie somit zum automatischen Teil deines Denkens werden.

Wir denken ja sowieso – warum dann nicht gleich positiv?

Erwecke das Kind in dir – durch Rituale.

Vielleicht kennst du folgende Situation: du stehst morgens auf, putzt dir die Zähne, wäschst dein Gesicht. Dann gehst du in die Küche und bereitest dir dein Frühstück zu. Du trinkst einen Tee oder du isst bereits eine kleine Mahlzeit. Möglicherweise hast du morgens vor der Arbeit einen Moment Zeit, indem du die Nachrichten im Radio hörst oder eine Tageszeitung liest. Oder du hast am Vorabend schon deine Kleidung für den Tag rausgelegt. Du ziehst dich an, checkst nochmal ob du alles hast was du für den Tag brauchst und machst dich auf den Weg zur Arbeit.

Bereits im Kindesalter lernen wir, wie wichtig ein fester Tagesablauf ist. Wir bringen unseren Kindern bestimmte Dinge bei, die sie täglich wiederholen sollen. Denn Rituale haben zwei ganz wichtige Funktionen für uns. Sie geben uns Struktur und Halt. Durch das kontinuierliche Wiederholen von Dingen erleben wir Sicherheit in unserem Tun. Wir benötigen diese Stabilität, weil wir täglich an einem ganz bunten und vielfältigen Leben teilnehmen. Wir verarbeiten eine große Menge an Reizen, unsere Sinne werden ständig gefordert. Weiterhin werden durch Rituale Erinnerungen in uns geweckt. Erinnerungen an die Kindheit oder an andere angenehme Erlebnisse. 

Dieses Kind in dir ist immer noch lebendig. Auch wenn du bereits erwachsen bist.  Jeder von uns erlebt dieses Bedürfnis nach Sicherheit anders. Der eine benötigt es mehr, der andere weniger.

Ein Ritual am Morgen bereitet dich auf den Tag vor. Es bildet die Grundlage für alles was an diesem Tag passiert, es motiviert dich und es ist ein wesentlicher Bestandteil deiner Persönlichkeitsentwicklung. Wenn du also bereits am Morgen eine Möglichkeit findest, energiegeladen und produktiv zu beginnen, wirst du auch den Tag über spüren, dass du motiviert und voller Tatendrang bleibst. Stell dir vor du kommst abends nach Hause und fühlst dich großartig. Du bist zufrieden mit deinem Tagesablauf und freust dich bereits auf den nächsten Tag. Was glaubst du, was am nächsten Morgen passiert? Im besten Fall hast du Lust bekommen, auch diesen Tag positiv zu beginnen und ihn zu genießen! Wiederholt sich das Ganze auch an den folgenden Tagen, so kannst du ganz einfach mehrere Wochen oder sogar Monate ein erfülltes Leben führen. Dieser Ansatz wird als bewusste Wiederholung bezeichnet. Wichtig für uns zu wissen ist, dass dies auch in die andere Richtung funktioniert. Sicherlich kennst du die Situation, als du eines Tages „mit dem falschen Fuß“ aufgestanden bist. Du warst unausgeschlafen, vielleicht schlecht gelaunt und kamst dann noch zu spät auf die Arbeit. Was nun folgt ist eine Spiegelung deines Starts in den Tag. Du wirst dir einreden, dass dein Tag bereits gelaufen ist und wahrscheinlich einige weitere negative Erlebnisse während des Tages haben. Es entwickelt sich eine Abwärtsspirale.

A daily ritual is a way of saying „I’m voting for myself“

Du darfst dich also entscheiden – jeden Tag aufs Neue. 365 Tage im Jahr. Nutze deine Chance! Lasse nicht intuitiv dein automatisiertes Programm ablaufen, dass bereits seit dem Kindesalter in deinem Unterbewusstsein verankert ist.

Wusstest du, dass 95% unserer Handlungen, Gedanken, Motive und Worte in unserem Leben automatisierte Abläufe sind, die wir über unser Unterbewusstsein, unseren Autopiloten abspulen? Das bedeutet, dass wir unser Leben nur zu etwa 5% bewusst leben und steuern. Ich erzähle dir das ohne Wertung, denn dies hilft uns im Leben in vielen Situationen. Es ist hilfreich für uns, nicht immer bewusst zu sein. Das Unterbewusstsein ist nämlich schneller und hilft uns somit zum Beispiel unsere Körperfunktionen unbewusst zu steuern. Atmen, Kauen, Essen, das Gleichgewicht halten. Dies alles funktioniert einfach so, ohne dass wir im bewussten Zustand etwas dazu beitragen müssen. Allerdings ist es so, dass zu sehr großen Teilen auch unbewusst passiert, was wir wahrnehmen und wie wir es wahrnehmen. Wenn wir somit einige Handlungen am Tag bewusst tun, dann starten wir nicht im Standby sondern übernehmen gleich zu Beginn die Kontrolle.

Dein Autopilot bringt dich nie zufällig irgendwo hin.

Rituale am Abend lassen den Tag noch einmal Revue passieren, oder sie trennen die Zeit die du für berufliche Dinge aufwendest von der Zeit die du für private Dinge aufwendest. Sie separieren deine Rollen, die du über den Tag verteilst einnimmst. Sie helfen dir, das erlebte zu verarbeiten und entspannt in die Nachtruhe zu gehen. Du darfst die Dinge und Themen, die dich tagsüber begleitet haben, loslassen. Du darfst dich für die Zeit deines Schlafes davon verabschieden, sie beiseite legen um deinen Kopf frei zu bekommen und zufrieden und entspannt einzuschlafen. Dies wird dir helfen, dich am nächsten Morgen fit und ausgeschlafen zu fühlen. Denn die letzten Stunden vor dem Schlafengehen bestimmen über Stimmung und Körpergefühl des nächsten Tages. Arbeite mit deinem eigenen Biorhythmus und finde hier deine ganz persönlichen Auszeiten. Genügend ausgeglichener Schlaf ist die Basis für Gesundheit, Balance und Wohlbefinden. 

Morgen- und Abendrituale hängen zusammen wie Tag und Nacht.  Rituale helfen uns in Momenten, in denen wir uns unwohl fühlen oder Angst haben. 

Was könntest du also tun, wenn du dies spürst? Richtig! Führe ein Ritual ein, dass dir Sicherheit gibt. Finde etwas, dass dich in eine Zeit versetzt, die sich für dich angenehm anfühlt. Du könntest auch Rituale innerhalb deiner Familie einführen. Oder mit deinem Partner abends Zeit findest, um sich über die Erlebnisse des Tages auszutauschen.

Probiere aus, was dir gut tut. Gute Angewohnheiten brauchen ihre Zeit. Achte darauf, dass dein Ritual ohne Druck erfolgt. Sobald Druck ins Spiel kommt und du dich zu sehr darauf festlegst, eine bestimmte Sache ständig zu wiederholen, könnte es passieren, dass ein Zwang entsteht. Rituale haben immer eine Bedeutung, sie werden bewusst erlebt und ebenso zelebriert. Solltest du merken, dass du die Dinge unbewusst erledigst und der Ablauf bereits automatisiert geschieht, so verwandelt sich dein Ritual höchstwahrscheinlich gerade in eine Gewohnheit. Dann ist es an der Zeit, dir ein neues Ritual zu suchen. Etwas, was wieder bewusst genutzt werden kann. Lenke den Fokus auf Dinge, die sich positiv in deinem Bewusstsein speichern. Dinge, die du mit Leichtigkeit in deinen Tagesablauf integrieren kannst ohne das Gefühl zu bekommen, dass du dies oder jenes machen musst.

Habe ich deine Neugierde geweckt, ein kleines Ritual einzuführen, welches du bewusst zu Beginn deines Tages integrieren kannst? 

Im nächsten Blogbeitrag werde ich dir einige Beispiele für Morgenrituale nennen. Dinge, die du gleich nach dem Aufstehen tun kannst, um in einen entspannten und ganz wunderbaren Tag zu starten – sei gespannt!

Whats your morning ritual?

Achtsamkeits-Impuls des Monats / März 2019

Du kommst nach der Arbeit nach Hause und hast das Gefühl, du bist zu nichts mehr in der Lage. Deine Gedanken drehen sich noch immer um den Arbeitstag, du denkst noch einmal über Themen nach die du heute bearbeitet hast oder schweifst schon zu den Terminen, die am nächsten Tag auf dich warten. Dein Chef hat dir Druck gemacht, dass du eine Aufgabe dringend erledigen sollst oder du hast gemerkt, dass du selbst mit einem Thema noch nicht ganz zufrieden warst und es deshalb noch einmal überarbeiten möchtest.

Zuhause angekommen warten Arbeiten im Haushalt. Vielleicht hast du eine Familie die deine Aufmerksamkeit nach Feierabend möchte oder deine Kinder freuen sich schon auf eine gemeinsame Unternehmung am Abend. Womöglich hast du auch Tiere, um die du dich noch kümmern möchtest oder ein Hobby, dem du in deiner Freizeit nachgehst.

Dein Kopf ist voll. Deine To Do List noch voller. Dein Körper bittet dich um eine Pause, doch du fragst dich, wann du dir diese nehmen sollst. Du denkst „Mein Tag hat doch nur vierundzwanzig Stunden!“ Viele Stunden davon verbringst du auf der Arbeit, einige Zeit auf dem Arbeitsweg. Oft bleibt dir am Abend nur noch wenig Zeit, um deinem Körper und deinem Geist eine Ruhepause einzuräumen. Vielleicht glaubst du auch, dass es Zeitverschwendung oder Luxus ist, eine Pause zu machen. Dass du diese noch machen kannst, wenn du mal etwas mehr Zeit hast.

Ich möchte dir zu diesem Thema eine kurze Geschichte erzählen:

Ein Mann geht im Wald spazieren.
Nach einer Weile sieht er einen Holzfäller. Dieser ist sehr hastig und angestrengtdabei, einen auf dem Boden liegenden Baumstamm zu zerteilen.Er stöhnt und schwitzt und scheint viel Mühe mit seiner Arbeit zu haben.
Der Spaziergänger geht etwas näher heran, um zu sehenwarum die Arbeit so schwer ist.Schnell erkennt er den Grund und sagt zu dem Holzfäller:„Guten Tag, ich sehe, daß Sie sich Ihre Arbeit unnötig schwer machen.Ihre Säge ist ja ganz stumpf, warum schärfen Sie sie denn nicht?“
Der Holzfäller schaut nicht einmal hoch, sondern zischt durch die Zähne:„Dazu habe ich keine Zeit, ich muss doch sägen!“

Lass diese Geschichte einmal auf dich wirken.

Pause. Relax. Breathe.

Unser Körper ist bereits gut für stressige Situationen gerüstet, denn wir besitzen ein Stresssystem mit einer Stressreaktion. Wichtig zu wissen ist, dass nicht der Stress ansich unsere Leistungsfähigkeit und Gesundheit schädigt, sondern dass Dauerstress und die fehlende Erholung davon schädlich sind. Wenn du dich also durchgehend forderst, können Symptome wie Leistungsabfall, Ermüdung und Erschöpfungszustände auftreten. Wir haben das Bedürfnis, uns nach stressigen Situationen zu erholen, eine Regenerationsphase einzulegen. Unsere Regulationsmechanismen sind darauf ausgerichtet, zwischen Anspannung und Entspannung zu pendeln. Das heißt, nur wenn wir im Laufe des Tages immer wieder vom Leistungsmodus in den Entspannungsmodus wechseln, bleiben wir gesund. 

Wie wäre es also, wenn du dir mehrere, kurze Ruhepausen während des Tages nimmst?

Diesen Monat möchte ich wieder einige Achtsamkeitsimpulse mit dir teilen. Der Fokus liegt auf kleinen Pausenzeiten, die du dir während des Tages für dich nehmen kannst. Suche dir aus den folgenden drei Übungen eine aus, die dir am ehesten zusagt. Wiederhole sie gerne täglich, sei fokussiert, aber tu es mit Leichtigkeit. Nimm den Druck raus. Und wenn du sie einmal vergisst, dann hast du sie eben vergessen. Nutze den nächsten Tag, um wieder an dein Ritual anzuknüpfen. 

Es reicht, wenn du dir eine Übung für den kommenden Monat vornimmst. Vielleicht sagt es dir auch eher zu, sie an einem festen Tag in der Woche zu machen. Ist es der Montag, als neuer Wochenbeginn? Ist es der Mittwoch, die Mitte der Arbeitswoche? Oder ist es das Wochenende? Finde deinen persönlichen Rhythmus. Ein Rhythmus, den Du gut in dein Leben integrieren kannst. Ohne Anstrengung, ohne Qualen. Reduziere die Komplexität, sei frei und kreativ. Dein Gehirn wird sich die kleinen Erfolgserlebnisse abspeichern. Es kann Achtsamkeit viel besser in mehreren kleinen Schritten lernen, als in großen. Und umso regelmäßiger du deine Praxis wiederholst, umso mehr Stabilität erhält das neuronale Netzwerk in deinem Gehirn, das für das Entwickeln von achtsamer Präsenz zuständig ist. 

Learn to rest, not to quit.

Kleine Bewegungen für Auszeiten nutzen

Sitzt du viel am Schreibtisch oder in Meetings? Gerade dann ist es sehr wichtig, sich immer mal wieder zu bewegen. Vielleicht kannst du einen Pausenraum nutzen, um ein paar kleine Lockerungs- und Dehnübungen für Arme, Beine, Kopf oder Rumpf zu machen. Oder du hast die Möglichkeit, für eine Zeit des Tages im Stehen zu arbeiten, wenn du ansonsten viel sitzt. Bringe Bewegung ins Spiel, finde eine Abwechslung zu deinem Arbeitsalltag. Probiere dich in Gegensätzen, sei mutig! Führe diese Übungen bitte fokussiert und vorsichtig aus, damit du dich nicht verletzt. Diese Übungen sollen dazu dienen, Leichtigkeit in deinen Arbeitstag zu bringen. Du kannst auch den Gang zum Kollegen nutzen, um ruhige, langsame Bewegungen während des Laufens zu machen. Sei achtsam im Umgang mit deinem Körper und genieße die gesunde Bewegung, die dich fit und munter macht.

Finde deine Kreativität

Nimm dir fünf Minuten Zeit, um ein paar Songs deiner Lieblingsband zu hören. Hast du auch die Möglichkeit, zur Musik zu tanzen oder gar mitzusingen? Tu was verrücktes. Mach dich frei, für diesen kleinen Moment. Alternativ kannst du dir ein Blatt Papier und ein paar bunte Stifte nehmen und einfach mal schauen, was dabei heraus kommt. Du glaubst du kannst nicht zeichnen? Macht nichts. Das ist deine Zeit. Du, für dich ganz allein. Du musst es nicht teilen, außer mit dir selbst. Erinnere dich an das erste Bild welches du in deinem Leben gemalt hast. Oder eines, dass du einem lieben Menschen geschenkt hast. Versetze dich in diese Situation zurück. Denk nicht drüber nach, leg einfach los. Sei frei, kreativ, intuitiv. Nutze diese Möglichkeit um bewertungsfrei darauf zu vertrauen, dass du etwas zauberhaftes zu Papier bringst!

Gehmeditation als Pause nutzen

Vielleicht hast du dir die beiden oberen Übungen durchgelesen und sie haben dich nicht angesprochen. Denkst du, du kannst dir keine zusätzlichen Pausenzeiten nehmen? Oder möchtest du deine Pause dafür nutzen, um dich mit Kollegen zu unterhalten? Ich habe etwas für dich: nutze kurze Fußwege für eine Gehmeditation. Du kannst dies umsetzen, wenn du dir etwas zu trinken holen gehst. Oder Zum nächsten Meeting. Du könntest auch so in den Tag starten, indem du den Weg vom Eingang deines Arbeitgebers bis zu deinem Arbeitsplatz nutzt. Gehe langsam. Lasse dich von deinem Atem leiten. Einfach gehen. Und atmen. Mehr musst du gar nicht tun. Bleib mit deinem Atem verbunden. Nimm deine Schritte bewusst wahr. Sollten deine Gedanken mitspielen wollen und versuchen dich abzulenken, so fokussiere dich wieder auf deinen Atem. Das ist eure gemeinsame Zeit.

Achte nach einiger Zeit mal auf die Reaktion deines Körpers und deines Geistes auf diese kleinen Auszeiten. Vielleicht fühlst du dich entspannter, fitter oder sogar konzentrierter.

Dies sind deine eigenen, kurzen Auszeiten. Zeit, die du dir für dich nimmst. Zeit, die so wichtig für dich ist und so viel bewirken kann. Kleine Auszeiten für deine Seele. 

Sometimes it’s okay if the only thing you did today was breathe.

journaling. schreib dich gesund!

schreiben. das tun wir überall. jeden tag. unmengen an buchstaben, wörtern, sätzen. meist über eine tastatur am PC oder laptop, oder auch über das display auf unserem smartphone. sogar in einem gespräch mit anderen menschen müssen wir „nur mal kurz …“. wir stehen am bahnhof und warten auf den zug. wir stehen an der ampel und warten auf grün. wir sitzen beim arzt und warten auf unseren termin. wir sitzen im zug und fahren zur arbeit. und wir tippen, floskeln, und verirren uns manchmal vor lauter buchstabenwirrwarr. wir werden überflutet mit wichtigen und unwichtigen informationen und überfluten andere damit. wir teilen gedanken, termine, bitten, anweisungen und liebeswortschnipsel. kannst du noch butter kaufen? kannst du die kinder abholen? was machst du gerade? ich verspäte mich. bring bitte noch den müll runter. ach und übrigens, ich liebe dich! wir teilen uns mit und wir wünschen uns mitteilungen von anderen. schnell mal ne whatsapp geschickt, da ist es uninteressant ob der andere gerade zeit hat ans handy zu gehen oder nicht. kann er ja lesen wenn er zeit hat. und bitte auch beantworten. am besten schnell und nicht zu ausführlich. denn wir haben schon fünf neue nachrichten in unserer anzeige. die wollen auch unsere aufmerksamkeit. jeden tag kommentieren wir beiträge oder gesprächsverläufe im internet. facebook, instagram, whatsapp, xing.


wusstest du, dass du bereits ein digitales tagebuch schreibst?

ich, heute, mit meiner bff auf dem konzert. #bestmomentever. #ilovemybff. mom und ich beim shoppen. strandurlaub mit der familie in barcelona. sonnenuntergang auf den malediven. #love.

wir verbinden uns mit unseren familien, freunden, arbeitskollegen. doch wann hast du dich das letzte mal mit dir verbunden?

seit einiger zeit schreibe ich meine gedanken nieder. ja, so richtig. mit einem stift auf einem papier. in einem notizbuch. für mich ganz allein. gedanken, gefühle, erlebnisse. ein schönes notizbuch. drei stück musste ich über das letzte jahr sammeln bis ich den richtigen moment gefunden habe. der erste satz lautete dann „dies sind die ersten zeilen, die ich in diesem buch verewige“. darauf folgten viele momente im licht, und viele momente im schatten. langweilige momente, spannende momente. erlebnisse aus meinem alltag, wenn ich jemanden getroffen habe oder mich jemand gefunden hat. das gespräch mit der netten unbekannten in der apotheke, dass ich stolz bin heute mein fitnesstraining durchgezogen zu haben. dass ich weniger schokolade essen möchte und meine katze sich die ganze nacht auf meinem kopfkissen breit gemacht hat. manchmal steht da auch einfach nur dass ich dankbar bin. dankbar dafür dass ich gesund bin und lebe.

ist es nicht schön, sich zeit für sich zu nehmen? sich einmal achtsam damit zu beschäftigen, was dir so auf der seele brennt?

your very own soul is your soulmate.

die möglichkeit zu schreiben ist immer da. es ist eine sehr flexible, kostengünstige, einfache und schnelle möglichkeit, die wenig vorbereitung benötigt. und doch so wirksam und befreiend ist. dein stift und dein block sind sehr geduldig. sie liegen ganz friedlich da, bis du dich ihnen zuwendest und dir ein paar minuten zeit nimmst, den stift zu nutzen um das buch mit leben zu füllen. deinem leben. ob im büro, zuhause, unterwegs. zeile für zeile schaffst du eine neue neuronale verbindung in deinem gehirn, die deine lebensqualität verbessert. es ist deine persönliche auszeit.

wissenschaftliche studien belegen sogar, dass menschen die regelmäßig ihre gedanken und gefühle zu papier bringen, ein gesünderes und ausgeglicheneres leben führen. denn so sorgst du dafür, dass klarheit entsteht. du verbesserst dein gedächtnis und IQ, du stärkst dein immunsystem, du verringerst stress, du verbesserst deinen schlaf. schreiben macht glücklich. es fördert deine kreativität und deine problemlösungskompetenz. es hilft dir zu mehr zufriedenheit im job. es verbessert deine soziale intelligenz und fördert deine kommunikationskompetenz. und du kannst es schaffen, deine ziele einfacher zu erreichen.

durch das niederschreiben deiner gedanken wirst du anfangen, die dinge zu reflektieren. du kannst dir vornehmen, die lange antrainierten negativen glaubenssätze die dich niederreissen und frustrieren weniger zu benutzen. ersetze sie durch positive affirmationen, finde einen neuen blickwinkel. deinen neuen blickwinkel. je öfter du dies tust, desto weniger gewicht werden deine alten glaubenssätze bekommen, und umso leichter wird es dir fallen, deine neuen positiven gedanken zu festigen. durch das schreiben bist du im jetzt. du bist achtsam mit dir selbst, und konzentrierst dich auf das was du gerade tust. du kannst es dir vorstellen wie ein trampelpfad. um so öfter du diesen weg gehst, umso breiter wird er. es ist ein prozess. sei geduldig und gib dir zeit. das passiert nicht von heute auf morgen. doch wenn du dran bleibst, wirst du eine veränderung spüren.

eine ganze menge guter gründe, damit anzufangen. nicht wahr?

dann drücke doch einmal die stop-taste in deinem schnellebigen alltag, setze dich einen moment hin und nimm dir die zeit, deine gedanken niederzuschreiben. du wirst merken dass dir dies hilft, loszulassen. du befreist deinen geist von deinen gedanken indem du sie niederschreibst. das heisst nicht, dass du sie löschst oder vergisst. das heisst, dass du für klarheit sorgst. du sortierst, konzentrierst dich aufs wesentliche. du kannst sie später noch einmal revue passieren lassen, wenn du das möchtest. solltest du das gefühl haben, dass ein leeres notizbuch ein unüberwindbares hindernis ist, du nicht weißt wie du anfangen sollst, oder dir nicht vorstellen kannst leere zeilen mit leben zu füllen, so schaue dich einmal nach einem journal um. vielleicht ist ein dankbarkeits-journal etwas für dich. oder ein achtsamkeits-journal. vielleicht ist es auch ein journal welches dir hilft deinen tag zu planen und eine struktur zu finden.

du könntest das schreiben an eine vorhandene routine anknüpfen. zum beispiel nach dem frühstücken, oder vor dem schlafengehen. lege dir alles bereit, was du benötigst. nimm dir kurze zeiten zum schreiben vor, wenige minuten am tag oder einmal in der woche. wichtig ist, dass du deinen gewählten rhythmus gut in deinen tag einbauen kannst, ohne dass es dich überfordert oder stresst. schaffe eine positive verknüpfung in deinem gehirn, nachdem du dein vorhaben eingehalten hast. belohne dich! vielleicht hast du lust auf ein leckeres getränk, einen spaziergang in der natur oder eine playlist mit neuen songs. sei kreativ! und wenn es an einem tag mal nicht klappt, so kannst du entspannt bleiben und am nächsten tag wieder daran anknüpfen.

zeit die wir uns nehmen ist zeit, die uns etwas gibt.

und so sitze ich und schreibe. jeden tag. meine freunde fragen mich, was ich da denn so rein schreibe. das bleibt mein geheimnis. es ist ein brief an mich selbst. ich finde jeden tag passiert etwas aufregendes, was gesehen werden möchte. was niedergeschrieben werden möchte. ich beginne meine aufzeichnungen zu beobachten. revue passieren zu lassen, ob die tage wirklich so schlimm waren, wie ich sie empfunden habe. oder so schön. meistens waren sie schöner! ich werde zum beobachter meiner gedanken. ich bin frei, in dem was ich schreibe, denn ich kann meinem notizbuch alles anvertrauen. es bleibt unter uns. nur wir zwei. das journal und ich, das fenster meiner seele. diese zeit nehme ich mir. von mir. für mich. ich kann dort sein, wie ich bin. ohne rücksichtnahme auf bewertungen von außen. frei, wild, chaotisch. strukturiert, kreativ, ausgelassen. bunt, ehrlich, treu. es ist ein platz in meiner mitte, mein eigener happy place. ich reflektiere dadurch mein leben, erkenne muster und verhaltensweisen, gedankenstrukturen und emotionale reaktionen. denn das ist der stoff aus dem ich meine realität forme. ich lerne mich besser kennen. wer ich bin, was ich möchte. wer ich nicht bin, und was ich nicht möchte.

mein kopf wird frei!

und in 30 oder 40 jahren hole ich das buch hervor. und dann lese ich die schönste liebesgeschichte der welt. meine eigene.

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