Rauhnächte – wie nutzt du die besinnliche Zeit?

In vielen Familien ist die Weihnachtszeit die Zeit für die Familie. Es werden Treffen organisiert, ein besonderes Essen zubereitet, Geschenke gekauft. Die Menschen organisieren viele Dinge um diese Tage herum, um sie zu etwas ganz Besonderem zu machen. Es tauchen viele Fragen und nicht selten auch Diskussionen auf: was wollen wir kochen, bedenken wir dabei die Wünsche jedes einzelnen, wo wollen wir uns treffen dass es für alle praktisch ist. Wer hat genug Platz in seinem Zuhause, so dass alle gemütlich zusammen kommen können. Wer übernimmt welche Aufgabe bei der Vorbereitung. Kurzerhand werden noch Geschenke organisiert, oder schnell noch die letzten Zutaten für das Weihnachtsmahl eingekauft. Unvorhergesehene Geschehnisse können den ganzen Trubel dann ganz schnell noch mehr aus der Bahn werfen, so dass die besinnliche Zeit auch ganz schnell zur stressigsten des Jahres werden kann. Kennst du diese Situation? Was genau verbindest du mit Weihnachten, der Zeit davor und der Zeit danach?

Kurz nach den Weihnachtsfeiertagen folgt dann Silvester. Auch hier möchte alles vorbereitet und organisiert sein. Ein neues Jahr steht an und so ziemlich jeder von uns möchte dies gebührend feiern. Also kommen Fragen auf wie: wo feiere ich dieses Jahr? Und mit wem möchte ich ins neue Jahr starten? Was wird es zu essen geben und … hatten wir nicht letztes Jahr noch einen Raclettegrill im Keller? Die Stadt ist voll von Menschen die nach der Weihnachtszeit ihre Geschenke umtauschen oder ihre Gutscheine einlösen, oder einfach den Sale nutzen wollen, um sich noch das ein oder andere Kleidungsstück oder ein neues technisches Gerät zu kaufen. Letzte Erledigungen werden gemacht, Hamsterkäufe erledigt, obwohl die Geschäfte auch nach Silvester und Neujahr wieder wie gewohnt öffnen. Wie empfindest du die letzten Tage des alten Jahres und den Beginn des neuen Jahres? Ist das eine Zeit, die sich für dich angenehm anfühlt?

 

 

 

Ich möchte dir heute in diesem Blogartikel die Rauhnächte vorstellen und dir etwas von dieser Zeit in meinem Leben erzählen. Und auch wenn du ein komplett anderes Leben führst als ich, oder andere Entscheidungen für dein Leben bezüglich dieser Zeit triffst, so ist es vielleicht an der ein oder anderen Stelle eine Inspiration, die du für dich nutzen kannst. Das wünsche ich mir!

Die Rauhnächte ist die Zeit zwischen dem 24. Dezember und dem 06. Januar und wurde bei unseren Vorfahren als „heilige Nächte“ bezeichnet. In dieser Zeit wurde möglichst nicht gearbeitet, sondern wahrgenommen und für Bräuche genutzt, um die Zeit zu etwas ganz Besonderem zu machen. Auch du kannst diese Zeit nutzen, um das alte Jahr und alles was passiert ist, in Liebe und Frieden gehen zu lassen. Und dem neuen Jahr den Raum zu geben, sich zu entfalten. Zu Vertrauen, dass alles was für dein Leben bestimmt ist, kommen wird.

Diese zwölf Nächte symbolisieren die zwölf Monate des kommenden Jahres. Beginnend mit der ersten Nacht vom 24. auf den 25. Dezember, die für den Januar steht. Die folgenden Nächte stehen dann für die nachfolgenden Monate. Sie werden auch die „Innernächte“ genannt. In dieser Zeit darfst du dich ganz achtsam darauf besinnen, was deine Träume und Visionen sind, wie du dein Leben gestalten möchtest, welche Entscheidungen du für dich und dein Leben treffen möchtest. Du kannst Ziele definieren, Altes loslassen und Neues in dein Leben einladen. Nutze diese Tage zur Innenschau. Räume deine innere Welt auf, sortiere, werde los. Schaffe Klarheit, träume groß und bunt und lege ein besonderes Augenmerk auf deine Visionen, denn du trägst ein Licht in dir und kannst etwas Gutes für die Welt beitragen. Lerne, es zu sehen und zu verstehen. Erkenne den Frieden in Dir und gib dem Neuen Raum, sich zu entfalten. 

Nutze die 12 Tage zwischen den Jahren um etwas ruhiger zu treten. Nimm dir mehr Zeit für dich, ruhe dich aus, verabschiede dich. Vergib Dir und deinen Mitmenschen und nutze die Energie deines Herzens um deine eigene Verbindung zu stärken und somit auch die Verbindung zu den Wesen um dich herum, die Du liebst. Erlebe bewusst, nimm wahr.

Oeffne liebevoll deine Augen und dein Herz!

Es gibt verschieden Rituale, die du in dieser Zeit machen kannst. Ich stelle dir heute drei davon vor.

Rauhnächte Ritual
Schreibe bis zur Wintersonnenwende am 21. Dezember insgesamt 13 kleine Zettelchen, mit Wünschen für das neue Jahr. Die Wünsche werden positiv und aktiv formuliert, so als hätte sich dein Wunsch bereits erfüllt. Denke groß und träume, sei kreativ und mutig und lasse deine Zweifel außen vor. Geh ins Vertrauen, in die Stille, lausche mal rein was dein Herz sich wünscht. Falte dann die Zettel zusammen und lasse sie bis zum 24. Dezember ruhen. In der ersten Rauhnacht vom 24. auf den 25. Dezember, die für den Monat Januar steht, verbrennst du nach Sonnenuntergang einen beliebigen deiner 13 Zettel. Du kannst dieses Ritual mit einer Meditation oder einer Affirmation verbinden. Sei achtsam und liebevoll, gehe in die Verbindung mit dir und dem Universum und übergib den Zettel dann dem Feuer, in vollstem Vertrauen dass dein Wunsch erfüllt wird. Fahre in den folgenden Nächten bis zum 6. Januar mit jeweils einem beliebigen Zettel fort. Für die Erfüllung deines Wunsches auf dem letzten Zettel bist du selbst verantwortlich. Wenn du ihn ziehst und öffnest, lies laut vor, was darauf steht und werde dir deiner Verantwortung bewusst. Du kannst dir diesen Zettel an einem schönen Ort aufbewahren, an dem du ihn ständig vor Augen hast. Fokussiere dich in Liebe und Klarheit, aber ohne Druck und kümmere dich um dein Anliegen, um deinen Wunsch an dich selbst. Nimm dir Zeit, von dir, für dich.

Räuchern
Du möchtest anhand eines Räucherrituals das Alte gehen lassen und Platz für Neues schaffen? Dann kannst du die folgenden Nächte dafür nutzen.

24. Dezember: in dieser Zeit lässt du das alte Jahr los. Verabschiede dich von Vergangenem, löse alte Muster, reinige das alte Jahr und lass es in Liebe und Frieden gehen.

31. Dezember / 01. Januar: hier liegt der Fokus auf dem Übergang des alten und des neuen Jahres. Schaffe eine Verbindung, eine harmonische Balance zwischen dem Übergang. Freue dich auf das was kommt.

06. Januar: Schicke gute Energien voraus, indem du deine Wünsche für die Zukunft fokussierst. Gehe ins Vertrauen, dass alles was dir dienlich ist, zu dir kommen wird.

Das „schöne Momente“-Glas
Nutze bereits das ganze Jahr um dir jeden Monat die schönsten Momente die du erlebt hast auf kleine Zettelchen zu schreiben, die du in ein hübsches Glas steckst. Während den Rauhnächten holst du das Glas hervor, schaust dir deine Zettel in Ruhe an und gehst noch einmal in den Moment hinein. Visualisiere die Situation: wo warst du, wer war bei dir. Was hast du oder ihr erlebt? Welche Gefühle hattest du dabei, wo in deinem Körper hast du es gespürt? Nutze den Moment für dich ganz alleine, speichere alles ab was du fühlst und ankere dich in diesem guten Moment. Er kann dir später helfen, dich zurück zu erinnern und dich zu besinnen. Oder dir aus einem Tief heraus zu helfen, wenn es gerade mal nicht so gut läuft. Das Leben ist Bewegung und unsere Aufgabe ist es, eine angenehme Balance zu schaffen. Alles darf sein und gefühlt werden

Ich wünsche Dir eine wundervolle, achtsame und besinnliche Zeit. Eine Zeit voller Ruhe, mit bunten Momenten, viel Liebe für dich selbst und die Wesen um dich herum. Lokah samastah sukhino bhavantu. Mögen alle Wesen auf dieser Erde glücklich sein.

Du möchtest monatlich eine kleine Achtsamkeits-Inspiration, die dir im neuen Jahr hilft, dich auf ein bestimmtes Thema zu fokussieren? Dann lade dir doch gern meinen Achtsamkeits-Kalender 2020 hier herunter. Dort findest du jeden Monat eine Zusammenfassung meiner Blogthemen aus diesem Jahr, die du gut in deinem Alltag umsetzten kannst. Mal ist es eine Übung, mal ein Impuls, mal ein Gedanke. Als Dankeschön für alle Leser, die meine Beiträge gelesen haben und an alle, die sich nächstes Jahr von mir inspirieren lassen möchten. Von mir, für dich!

Ich wünsche dir Licht & Liebe,
Christina

 

New year goal: spend more time with myself.

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